Victoria – Mokick 139 und Kraftrad 159 TS – Zweirad Union AG…

Neue, moderne Formen der motorisierten Zweiräder in der UNION konnten das Ende dieser auch nicht nicht mehr verhindern… aber es ist immer eine Augenweite, wenn mal so ein Fahrzeug zu sehen ist:

Modell 139 formschön und elegant:

Technische Daten Modell 139 Bj. 1965-1967:

Motornummer ZU 802043, Hubraum 49,6 ccm (40x39,5 mm), gebläsegekühlter Motor, 2,6 PS bei 4800 U/min; Verdichtung 1:8, Fußschaltung mit 4-Ganggetriebe - Ziehkeilschaltung; Bosch Schwunglichtmagnetzünder 6 Volt, 17 Watt; Zentralrohrrahmen, vorn Telegabel, Hinterradschwinge mit hydraulisch gedämpften Federbeinen; großer Tank mit ca. 14 Liter; 87 zu 245 Kg; Bereifung: 21 x 2,75;
Höchstgeschwindigkeit: 40 Km/Stunde.

Modell 159 TS schnell und rasant:

Höchstgeschwindigkeit: über 80 Km/Stunde.

Technische Daten Victoria TS 159:

Einige Bilder der vorgenannten Zweiräder:

 

Victoria – Impressionen von der vogtländischen Göltzschtalbrücke…

Einige Erinnerungen an zwei VICTORIA-TREFFEN und einige Bilder von Victoria-Motorrädern sollten für Euch den tristen November 2020 und die Corona-Pandemie die ein wenig die Stimmung heben…

Victoria-Treffen 2018:

Victoria-Treffen 2008:

Einige Bilder mit Victoria-Motorrädern, und anderen:

Zum Schluss noch ein Video mit dem Nachbau des Victoria-Vorsteckwagens von 1904 bei einem Sonntags-Ausflug:

Victoria – Motorrad K.R.I. – die erste ab 1919, wenn ein Original auftaucht…

Vor Jahren im Osten von Deutschland in Sachsen gefunden – eine Victoria K.R.I., wohl eine der ersten von der Firma aus Nürnberg:

Die Teile:

Das Fahrgestell:

Zur Geschichte des 1. Victoria – Motorrades K.R.I. nach dem ersten Weltkrieg ab 1919:

Als Dr.-Ing. Rudolf Ottenstein, der Sohn von Gründer Max Ottenstein in die Firma berufen wurde begann das neue Geschäftsfeld – der Motorradbau, welcher über die Kriegsjahre zurück gefahren wurde. Die Investitionen in Motorräder waren natürlich immens, deshalb kaufte man anfangs die Motoren zu. Die Motoren wurden bei den Bayrischen Motoren Werken (BMW) in München hergestellt, da nach dem Krieg die Flugzeug-Motoren-Produktion eingestellt werden musste. Der bei BMW beschäftigte Konstrukteur Martin Stolle befasste sich bereits mir Boxermotoren, der er selbst eine englische Douglas besaß und diese als Vorlage mir verbesserten Details zum Beispiel einer Zahnrad-Ölpumpe versah. Die wesentlichste Verbesserung waren Kolben mit 68 mm bestehend aus einer hochwertigen Aluminium-Legierung. Der Hub war ebenfalls mit 68 mm kongruent mit dem Kolbendurchmesser. Die Motorbezeichnung – M2 B15 – hatte der neue Motor mit einer Leistung von 6,5 PS (Bremsleistung) bei einer Motorendrehzahl von 3000 U/min. Diese Motoren bot man auch anderen Motorrad-Herstellern an, wie z.B. der Firma Helios. Die Victoria-Werke bauten die Motoren in ihre Fahrgestelle ein und die ersten Motorräder lieferte man gegen Ende des Jahres 1920 aus. Das Motorrad bekam die Bezeichnung K.R. I., das Kürzel steht für Krad, das Erste.

 

K.R. I. Der Motor „M2 B15“:

Mit Ventilsteuerung im Gehäusedeckel, sehr fortschrittlich, da später in den Folgemodellen die Ventile wieder offen lagen.

 

Bereits im Jahr 1921 konnte Martin Stolle, welcher selbst bei motorsportlichen Wettbewerben teilnahm, Erfolge für sich verbuchen. (Bild Verlag: Kleine/Vennekate – Thomas Reinwald)

Die erste Ersatzteilliste der neuen Motorradproduktion ab 1920:

 

Der Hauptrahmen mit der Schaltkulisse oberhalb vom Benzintank.

Benzintank und Auspuff mit Zubehör usw.

Man beachte die sehr modern mit Federn bestückte Vorderradgabel, welche eine Eigenentwicklung von Victoria war. Auch der Lenker, welcher dem Fahrer eine außerordentliche Sitzposition verleiht, ist beachtlich.

K.R. I. – Antriebsteile.

Gepäckträger, Sattel – und Zubehör.

Die Kotflügel sind sehr umfassend für die Räder, mit feiner Linierung.

Der Gepäckträger als Unter-Schub-Kasten, abschließbar, mit Werkzeug.

 

Diese K.R. I., welche in der Motorradausstellung auf Schloss Augustusburg steht, war früher im Besitz von Otto Koch, stammend aus Gera. Im nächsten Bild ist Otto Koch zu sehen. Er war wohl zu DDR-Zeiten der größte Victoria Sammler im Osten. Er nannte viele Boxer-Modelle bis hin zur KR VII sein Eigen. Otto Koch verstarb im Jahr 1992.

Otto Koch, Gera.

K.R. I. im PS-Speicher, Einbeck.

 

Einige Bilder von existierenden Victoria K.R.I. – Motorrädern:

 
 
Originale Bilder:

Victoria – Vickylein von Express…

Da ich einmal über die Vickylein-Kinder-Roller berichte, möchte ich Euch den letztlich aufgetauchten Roller nicht vorenthalten !!! Ein Oldtimer-Freund im Victoria-Bereich hat mir die Bilder gesendet worauf der Express-Roller von der gleichnamigen Firma aus der Oberpfalz zu sehen ist. Da Express mit Victoria und DKW in der Zweirad-Union verankert waren kann man annehmen, dass jeder seinen eigenen Stil in der Farbgebung , bzw. in den Details verwirklichte…

Unter der Marke „Radex“ hat man den Kinder-Roller angeboten, in der Farbe – „Fisch-silber-grün“ mit dem Panter auf den Werkzeugkästen…

Leider war zu dieser Zeit auch der Niedergang der „Express-Werke“ aus Neumarkt auch schon vorprogrammiert… Es gibt heute noch ein Museum vor Ort in Neumarkt – Oberpfalz.  Wie bei der „Victoria-Interessengemeinschaft“ hat sich auch eine Express-Interessen-Gemeinschaft gegründet…

Weitere Bilder vom Kinder-Roller:

Im folgenden nochmal alle Vickyleins, die mir bekannt sind:

Wohl das älteste mit dem Victoria-Steuerkopfzeichen…

 

Modell der Zweirad-Union…

Ebenfalls von der Union – zweifarbig…

Klein Victoria auf diesem Modell – handgemalt…

Nochmal das „Express-Radex-Modell“…

 

Victoria – Vickylein – eine Restauration – Original mit neuen Stützrädern…

Ja die „Vickyleins“ sind begehrt, selten und in einer weiteren Ausführung zur Restauration im Original-Zustand zu sehen…

Unser Victoria-Freund Roman S. aus dem Salzburger Land hat sich ein Vickylein der Victoria „Zweirad-Union“ erstanden… Es waren noch einige Sachen zu richten, bis das Vickylein auf den eigenen Rädern stand:

Leider fehlten die kleinen Stützräder, da hat er sich einen Ständer für das Vorderrad gebaut:

Überraschender Weise fand er er auf dem Teilemarkt in Reichenbach im Vogtland einen Holzroller mit den passenden Rädern:

Gesagt, getan – jetzt müssen nur noch die Stützrohre gefertigt werden…

Ein Glück man hat Freunde, die mal die Muster abschrauben…

Die Anfertigung:

Die Räder sitzen perfekt…

Fertig, die Bilder folgen:

Schutzblech ausgebeult und Rückstrahler erneuert…

Das fügt sich gut in die Sammlung ein:

Nach getaner Arbeit ist auch mal ein Schnäpschen von „Zill & Engler“ aus dem Vogtland fällig…

Es bleibt mir nichts anderes übrig, als im nächsten Beitrag nochmal über die „Vickyleins“ zu berichten, man glaubt es kaum, aber es ist schon wieder ein Exemplar aufgetaucht, das die wenigsten kennen…

 

 

Victoria – Nicky-Roller, die Original-Restauration…

Es folgt vom „Nicky-Roller“ – Eine ganz besondere Geschichte – vom 24. April diesen Jahres, heute die Fortsetzung der Fertigstellung vom Nicky-Roller, bis auf die immer noch fehlende – Cockpit-Uhr…

Dem Paul G. ist es gelungen den Nicky-Roller wieder in den Originalzustand – technisch perfekt herzustellen ohne eine Restauration vorzunehmen…

Hier nochmal ein Bild vom Urzustand:

Die Restauration im Zeitraffer:

Das Fahrgestell…

Vorder- und Hinterrad…

Der Benzintank hat noch die schöne original-blaue Farbe, fast unbeschadet…

Die Überholung Motor-Getriebe auf den folgenden Bildern zu sehen:

Der Einbau in das gesäuberte Fahrgestell:

Zum Glück konnten auch die originalen Trittbrett-Gummis verwendet werden:

Das sieht ja schon gut aus, bis auf die immer noch fehlende Cockpit-Uhr:

Die Benzinanzeige-Uhr konnte ja mittlerweile erworben wurden…

So sieht die originale Uhr der Firma „Köhler“ aus:

Nochmal das imposante, aufwendige Cockpit des Nicky-Rollers:

Ich denke, wer den Beitrag aufmerksam verfolgt hat, der weiß wie viel Mühe und Ehrgeiz in dieser Restauration stecken ! Habe selbst schon sehr viele Mopeds, Fahrräder und Motorräder restauriert, aber vor dieser „Sisyphusarbeit“ ziehe ich den Hut… Ein mancher hätte die Sandstrahl-Pistole in die Hand genommen und dann einen neuen Lack drauf gehauen – und der Käse wäre gegessen, wie man so schön sagt…

!!!!!!!!!

Also jetzt nochmal, schaut in Eure Vitrinen oder Regale und helft dem Paul, dass er seine seltene Uhr für den Nicky-Roller bekommt…

Dann kann der Paul bald komplett, wie auf folgenden Bild mit seinem Nicky-Roller durch die Gegend fahren:

Vermittlung über meine Webseite…  Euer Gert Reiher.

Wer mehr über die Victoria-Nicky-Roller erfahren möchte, kann auf meiner Webseite im Juni 2019 fündig werden, da ist bereits ausführlich berichtet worden und natürlich der erste Bericht von Paul G. vom 24. April 2020…

Zum Abschluss der fast fertig gestellte Nicky-Roller im Originalzustand:

Zum krönenden Abschluss noch ein Video vom laufenden Nicky-Roller:

 

 

 

 

 

 

Teilemarkt Ottendorf-Okrilla, wohl der letzte in 2020…

Wohl zum ersten Mal fand im Herbst am 1. November ein Baujahr- begrenzter Teilemarkt in O.O. statt. Dieser ist mit dem großen Markt im Frühjahr, wo hunderte Händler kommen nicht vergleichbar, aber die „Eingefleischten“ waren da… Corona hatte da auch seine Finger im Spiel.

Aber seht selbst, ein paar schöne Schnappschüsse sind gelungen ohne große Kommentare:

Die beiden standen bereits im Eingangsbereich:

Gar nicht erst abgeladen:

Teile, Schilder, Auslagen:

Werbung ist alles:

Man sehe und staune, mein Freund Ivan S. vom Deutschen Fahrrad-Museum Bad Brückenau war auch vor Ort:

Schönes „Mars-Rad“ aus Nürnberg:

Zu den Victoria Angeboten „Fix-Sport“ von 1939:

Die Victoria Tank-Schwemme und das bei unterschiedlichen Händlern:

Zum Schluss noch eines der schönsten Motorräder vom Markt eine „Schüttoff“ Modell G 500 im fabelhaften Zustand:

Das letzte Bild zeigt den Nachbau eines Benz-Motorwagens:

Es war ein sehr angenehmer Sonntag-Vormittag für die Oldtimer-Fans und auch der letzte in diesem Corona geplagten Jahr… Na mal sehen, wie es in dem Bereich im nächsten Jahr weiter geht…

 

 

 

Velocium Weinböhla – das neue Fahrrad-Museum in Sachsen…

Der letzte Oktobertag, der 31. 10. 2020 war zwar vom Wetter her eher trist, aber dafür gab es eine gelungene Entschädigung – die Eröffnung einer neuen Fahrraderlebniswelt im sächsischen Weinböhla durch den ansässigen Verein der Fahrrad-Freunde…

Mit viel Initiative, Fleiß und unermüdlichen Einsatz wurde die Fahrraderlebniswelt für den geplanten Termin fertig und der Corona wurde auch getrotzt, da ja am übernächsten Tag bereits wieder auf staatliche Anordnung geschlossen werden muss…

Da geht es zum Museum…

Die offizielle Eröffnung der Fahrraderlebniswelt Weinböhla:

Steffen Stiller Manager der Fahrraderlebniswelt…

Bürgermeister von Weinböhla…

Der Schnitt durch die Fahrradkette…

Da kommen die Gäste im wahrsten Sinne des Wortes – in Strömen…

Das große Poster hing vorm Eingang und war dem Urvater des Fahrrades gewidmet:

Die Umbettung von Karl Drais in Karlsruhe…

Am Eingang Frank A., einziger Hochrad-Manufaktur-Besitzer von Deutschland mit interessierten Freunden…

Tricycle aus der Anfangszeit…

Vom Laufrad – zum Hochrad…

Vom Niederrad – zum Fahrrad…

Einige Bilder aus Werkstatt und Laden:

Tandem aus England; 1935…

Militär – Schweiz „Ordinanz 05“-1943 ; Militärrad „Wanderer“ 1940 ; Militärrad „Bianchi-Italien“ 1924…

Vom Französischen Modell bis zum Kunststoff-Rad…

Sesselrad „Jaray“ 1921….

Von Adler Modell 153 zum Tricycle „Cripper“…

Die Kinder-Räder sind immer beliebt…

Federrad „Anker Sichelrad“ Modell 210 von 1937…

Viele interessante Bilder:

Die Rennräder und der Rennsport kommen auch nicht zu kurz:

Weitere interessante Kulissen:

Natürlich trifft man auch viele Freunde, hier zum Beispiel einen ehemaligen Hochrad-Weltmeister Helmut A. aus Penig…

Romy und ich haben den Eröffnungstag sichtlich genossen…

Ich kann nur jeden empfehlen, der sich hauptsächlich für die sächsische Fahrrad-Geschichte interessiert, dem neuen Museum im sächsischen Weinböhla einen Besuch abzustatten…

 

Victoria – Jugendrad aus den Anfängen der Zwanziger Jahre…

Seltener geht es kaum – der Fund eines gut erhaltenen Mädchen-Jugendrades ist schon eine kleine Sensation !!! Zumeist wurden diese Räder im Laufe der Jahre kaputt gefahren und landeten im Schrott – im Gegensatz zu normalen Rädern, wo einfach mehr verkauft wurden. Man hat auch sicherlich nicht so viele hergestellt, denn wer konnte  in dieser Zeit den Jugendlichen ein Fahrrad kaufen ?

Auf dem Bild kann man im Vergleich zum 28 Zoll-Rad deutlich das 24 Zoll-Jugend-Rad erkennen:

Einiges zur Historie ab 1910:

Mädchenrad – 1910 mit Zelluloid – Kettenkasten…

Die Kettenschütze mit dem durchsichtigen Zelluloid sind heutzutage eine absolute Rarität und in diesem Zustand (werks-neu) kaum noch zu bekommen:

Ein Auszug aus dem Katalog 1914:

Im Prinzip hat man in den Jahren nur leichte Veränderungen an den Rädern vor genommen, wie zum Beispiel den Schriftzug, Steuerkopfschilder, Kettenblätter, Feststellknopf usw…

Schriftzüge der Jahre vor 1900 – 1910 – bis in die Zwanziger Jahre:

Wie hier deutlich zu sehen – Neuheit-Feststellknopf am Steuerkopf ab den Zwanziger Jahren…

Prospekt der Zwanziger Jahre:

Dazu das gefundene Jugendrad, verschiedene Perspektiven:

Die Details ohne Kommentar:

Späterer Reibrollen-Dynamo 6 Volt – 3Watt,  – Anbauteile – wie Dynamo, Fahrradbeleuchtung, Werkzeugtasche, Fahrradschloss und Netze wurden in der Folge komplettiert…

Nochmal zum Vergleich – das 28er Damenrad zum 24er Jugendrad:

Fazit:   Da ich mich schon viele Jahre mit der Victoria-Fahrradgeschichte beschäftige – und das ab dem Gründerjahr 1886 der Fa. F&O habe ich immer nach einem Kinder- oder Jugendrad Ausschau gehalten… Vor vielen Jahren ist mir in der Nähe von Selb in Bayern ein Jugendrad durch die Lappen gegangen, weil da die gesamte Fahrrad-Sammlung verkauft wurde… Der Alteigentümer war ein Oldtimerfreund von mir und verstarb leider, da war das Rad weg und der Verkäufer, sein Sohn, hat mir nicht verraten – wohin…

Aber mit Geduld und immer auf der Hut und Ausschau bringt letztendlich den Erfolg…