Victoria – Motorrad, das Jahr 2020 geht zu Ende…

Auf der einen Seite kann man froh sein, das 2020 zu Ende geht… auf der anderen Seite wissen wir nicht so genau was uns in 2021 erwartet…

Eines steht jedenfalls bereits fest, das „Jahres-Ende-Feuerwerk“ fällt zum großen Teilen wohl aus…

„Ob es ein Victoria – Treffen in 2021 gibt, steht in den Sternen“…

Aber , da wir VICTORIANER als Optimisten bekannt sind, gehen wir davon aus, dass es statt findet. Deshalb möchte ich Euch die Kontakt-Daten, Termin etc… hiermit bekannt geben:

Hinweis – Die Daten sind vom 2. Jahresheft der Victoria-IG 2020 entnommen:

Wie gesagt, wir wünschen uns, dass unser Jahrestreffen ohne CORONA erfolgreich bei schönen Wetter optimal abläuft…

Außerdem wünsche ich dem Norbert gutes „Gelingen“ bei der Vorbereitung des Treffens und viel Unterstützung durch seine Mannen…wer schon mal ein Treffen organisiert hat, der weiß was für ein Stück Arbeit das bedeutet, mal von den Kosten abgesehen…

Für das Jahr 2021 sind auf dieser Webseite schon einige Beiträge von mir vorbereitet worden… Ein kleiner Vorgeschmack folgt in den folgenden Texten und Bildern:

  • Der 250. Beitrag steht kurz bevor – vom Hochrad 1886 bis zur Parilla 1957…

Ein sehr umfangreicher Bericht in Bildern über die gesamte Victoria-Geschichte…

  • Der 251. Beitrag berichtet über die gesamten Modelle der „Zweirad Union“…

 

 

  • Bericht über die 4-Takt Modelle im Überblick…
  • Bericht über die 2-Takt Modelle im Überblick…

  • Ein großes Thema wird der Überblick über die Bergmeister-Modelle der „Dreißiger Jahre“ werden, der in mehreren Berichten abgehandelt wird. Vom ersten Modell ab 1932 bis zum Modell 1938 inklusive der voll gekapselten Ventile…

Lasst Euch überraschen, was da so berichtet wird…

Nun bleibt noch eines zu wünschen:

Für alle gleichgesinnten der Victoria-Legende, natürlich auch für Freunde und Bekannte, wünsche ich ein gesundes, Corona-freies Jahr 2021…

Euer Gert Reiher…

 

 

Victoria – Motorrad – Teilemärkte, Rückblick 2020…

Na mal sehen, was trotz CORONA im Jahr 2020 so an Oldtimer-Teilemärkten so geboten war…

Im schönen Erzgebirge – zweites Wochenende das Treffen auf der Augustusburg, dem Landsitz von „August den Starken“ – König von Sachsen und Polen…

Einige Bilder vom Teilemarkt:

Das Oldtimer-Museum auf der Burg nicht zu vergessen:

Kurzer Blick zur Motorrad-Messe im Februar in Leipzig:

März 2020 Teilemarkt in Ottendorf-Okrilla, der letzte große Markt:

Auch in Reichenbach/Vogtland – Teilemarkt:

Dann kam das übelste – CORONA- …

Der große Teilemarkt in Hockenheim – ausgefallen….

Zum Glück gibt es den Fernseher – Versteigerung einer Victoria-Blechbanane bei Bares für Rares:

Ein Glück für die Alt-Eingesessenen der Vorkriegs-Teile-Markt (Vo-Kri-Ma) in Oelsnitz/Vogtland durfte stattfinden...

Auch in Schleiz und Hohenstein konnte man zwei kleinere Märkte besuchen…

Ach du meine Güte – Veterama Mannheim leider auch wegen dieser CORONA-PANDEMI ausgefallen…

Nicht zu vergessen, der Oldie-Teilemarkt in Reichenbach/Vogtland…

Der wohl letzte Alt-Teilemarkt des Jahres – Anfang November in Ottendorf-Okrilla, danach war Schluss…

Der größte OST-Teilemarkt in Neuruppin ist auch Opfer von Corona geworden…

Nein, man glaubt es kaum… die Fahrrad-Museum-Eröffnung in Weinböhla bei Dresden konnte am letzten Tag im November noch stattfinden und aber der kommenden Woche musste schon wieder geschlossen werden – leider…

Ja das war es für dieses Jahr, mehr konnte man bei der Situation wohl auch nicht erwarten… Nun liegt die Hoffnung auf das neue Jahr 2021, das wir wieder mehr unserem Hobby frönen dürfen. Sieht zwar momentan noch nicht so aus, aber die Oldtimer-Fans werfen die Flinte nicht so schnell ins Korn…

Auf ein Neues Jahr 2021 – für alle Oldie-Fans…

Victoria – Motorrad – Moped – Fahrrad, einfach mal ein paar Bilder für – Weihnachten 2020…

Das Jahr neigt sich nun langsam zu Ende… 

Wer über die Feiertage in die „Lange Weile“ verfallen sollte, – hier in diesem Beitrag – habe ich einige schöne Bilder von Motorrädern, Mopeds und Fahrrädern unserer Lieblingsmarke VICTORIA zusammengestellt – also einfach mal rein schauen…

 

Ich denke diese kleine Auswahl an Victoria-Bildern hat Euch die Weihnachts-Feiertage etwas versüßt… 

Bleibt schön gesund und eine Seuchen-freie Zeit wünscht Euch Euer Gert Reiher aus dem vogtländischen Treuen…

 

 

 

Victoria – Motorrad – Berichte von Erwin Tragatsch…

Einer der berühmtesten Motorrad-Autoren, Erwin Tragatsch, berichtet in seinen umfangreichen Motorrad-Büchern natürlich auch über die Motorrad-Geschichte unserer „Victoria“. Im folgenden sehen Sie einen Auszug über die Victoria-Motorräder vom Anfang 1900 bis in die „Fünfziger Jahre“…

Vieles davon ist in meinen Einzelberichten ausführlich dargelegt und wird auch weiterhin publiziert, aber ich denke, so ein Kurzüberblick über die einzelnen Epochen ist für den Betrachter hilfreich…

Victoria – Hilfsmotor FM 38 – Schnittmodell…

Wie bereits berichtet wurde dieses Motörchen, der FM 38 L, vom Konstrukteur Albert Roder nach dem Krieg konstruiert:

Die Abbildung zeigt den Fahrrad-Einbau-Motor FM 38 L mit Lichtspule (3 Watt) und veränderter Auspuffanlage, welche jetzt über einen Aluminiumsockel mit Kühlrippen und einen verchromten Auspuffrohr mit Endstück verfügt. Die neue Zündanlage mit der Lichtspule erforderte einen größeren Verschlussdeckel, welcher mit Öffnungen an den Zierlinien zur besseren Kühlung des Motors angebracht wurden. Ein Nassluftfilter bereicherte den Vergaser. Dieser Motor kam ab 1950 auf den Markt. Nach der Währungsreform ab 21. Juni 1948 war der Preis für das Motorenset einschließlich Gepäckträger und 3 Liter Benzintank 248.- DM. Das Komplette Fahrrad mit Antriebseinheit lag bei 398.- DM. Mitte 1949 waren schon 35 Tausend Einheiten verkauft. Man exportierte die gut laufenden Maschinen in 52 Länder und 1952 waren bereits 80 Tausend auf der Straße. Bis 1954 lieferte Victoria ca. 150 Tausend Einheiten an ihre Händler aus.

Bei den Händlern hatte man auch die Möglichkeit den Motor im „Schnitt-Modell“ zu betrachten und dessen Funktion zu ergründen. Die folgenden Bilder zeigen ein solches Modell:

FM 38 L – Auspuffseite am Fahrrad immer sichbar…

rechte Seite immer zum Rad montiert…

Hinten, Blick-Getriebe…

Vorn – aufgeschnittener Zylinder…

Zylinder-Kolben, unten…

Kolben am oberen Totpunkt…

Hier ein originales Victoria-Rad mit dem FM 38 L:

Originale Bilder:

Heidi Hetzer, Tochter von Siegfried Hetzer – Chef der größten Victoria-Vertretung in Berlin-Charlottenburg, leider voriges Jahr verstorben…

 

 

Brazzeltag in Speyer 2019 – dieses Jahr leider ausgefallen durch Corona…

Nicht desto Trotz, das der diesjährige Brazzeltag am Museum in Speyer ausgefallen ist, präsentiere ich vom Vorjahr einige Fotos und Videos welche so noch nicht gezeigt wurden…

Der Veranstalter Hermann Layher bei der Erklärung des „Blitzen-Benz“ – einem zur damaligen Zeit ein – „Weltrekord-Fahrzeug“…

Der Motorraum vom „Blitzen-Benz“. Bj. 1909 mit 21,5 Liter Hubraum erreichte er 200 PS mit einer Geschwindigkeit erstmals über 200 km/h…

Der Hermann hatte mich mit meiner Victoria-Kompressor-Maschine Bj. 1925 zur Veranstaltung eingeladen, da sie zu ihrer Zeit auch ein Rekord-Fahrzeug und das erste Kompressor-Motorrad weltweit war:

Die beiden Besitzer mit ihren Fahrzeugen…

Der Hermann scheint sich in das Motorrad verliebt zu haben…

Das mediale Interesse (SWR) vom Ereignis war auch sehr groß…

Es folgt ein Video vom Start des „Blitzen-Benz“ mit Hermann, der den Rekord von 200 km/h anschließend auf der Startbahn des Flugplatzes in Speyer demonstriert:

Einige weitere Fahrzeuge, welche auch zum Teil auf dem Video zu sehen sind:

Das erste „Auto“ der Benz-Motorwagen durfte natürlich nicht fehlen:

Das Video von der Fahrt zum Flugplatz:

Zum Schluss noch ein Video vom SWR über die gelungene Veranstaltung:

Ein Video vom SWR – sollte es Datenschutz-rechtliche Einwände geben, bitte ich um Nachricht und werde dann das Video natürlich von der Webseite löschen !

 

 

Victoria – Motorrad Rennerfolge 1926…

Aus der Zeitschrift „Motorrad und Sport“ von 1926, unter anderen die Rennerfolge und der Weltrekord-Kompressor-Maschine von VICTORIA:

Seite komplett:

Adolf Brudes auf der Weltrekord-Kompressor-Maschine von Victoria:

Eine seltene Aufnahme von der rechten Seite der Erfolgs-Maschine:

Ein Beitrag aus der Fachzeitschrift „Motor & Sport“:

Details und technische Daten:

 

 

 

Frankenburger & Ottenstein – ein Safety ist aufgetaucht…

Wann taucht schon mal ein F & O bzw. Victoria Sicherheitsrad (Safety) auf ? Ich wurde kürzlich angeschrieben, ob für mich ein solches Rad interessant wäre… Ich meine grundsätzlich immer, aber was ist denn alles da und wie sind die Preisvorstellungen ?

Aber nun erst mal zu dem Rad, welches man staune immer wieder, in Turin aufgetaucht ist, ja das „Turin“ in – Italien…

Am Schriftzug kann man erkennen. „VICTORIA FAHRRAD WERKE“, also hergestellt nach 1892… Nach meiner Schätzung stammt das Rad auf jeden Fall nach 1895-1898, denn danach hat man den Übergang vom „Savety“ zum Fahrrad.

Ich möchte aber nochmal ausholen und von 1892 beginnen:

1892 war das Jahr als man bei Frankenburger & Ottenstein vom Hochrad auf sogenannte Sicherheitsniederräder überging. Anfangs wurden diese Räder noch belächelt, bis zu dem Zeitpunkt als der schottische Tierarzt John Boyd Dunlop 1888 den Luftreifen erfand. Durch den geringen Abrollwiderstand der Luftreifen entstand ein großer Vorteil für die Niederräder. Damit endete die Ära des Hochrads abrupt und es wurden 1893 kaum noch Hochräder hergestellt.

Illustrierte Preisliste von 1892: In der illustrierten Preisliste von 1892 wurde erstmalig das neue Produktionsprogramm für die nächste Jahre vorgestellt. Das erste Niederrad, genannt – A – war mit Pneumatik-Reifen System Clincher ausgerüstet. Rahmen original Weldless – Röhren, wirksame Hinterradbremse und staubsichere Kugellager in den Naben. In den nachfolgenden Bildern sieht man die originale Bremseinrichtung über die Stängelchen zur Löffelbremse am Hinterrad : Das nächste Bild zeigt den originalen Aufsteiger auf das Niederrad: 1893 baute man das Niederrad mit der Modellbezeichnung A1 welches alle Anforderungen in Bezug auf Eleganz, hochfeinste Ausführung, Tragkraft und zuverlässige Widerstandsfähigkeit auf schlechtesten Straßen entsprach. Auf dem nachfolgenden Bild sieht man das A1 im originalen Zustand mit eigens angefertigten Reifen, da das Vorderrad mit einem seltenen 30″ Rad ausgerüstet war. Das Hinterrad besaß 28″. Nummer: 5457 Im Jahr 1892 war die neueste Errungenschaft die neue Bremsanlage als Vorderradbremse, welche selbst wirkend funktionierte. Deutsches Reichs Patent Nr.61916. Das verstellbare Tretkurbellager – Schlittenkettenstellung war der Vorläufer der Kettenverstellung über die hinteren Rahmenrohre.  Bei diesem Kettenrad ist ein kleineres Kettenrad zu erkennen, was bedeutet, das es sich um ein sogenanntes absolut seltenes Zwillings-Rad, damals Doppelsitziges-Sicherheits-Zweirad genannt, handelt. Dieses Rad konnte man in diesem Fall entweder erweitern oder auch auf ein normales Rad zurück bauen…

Hier das Sicherheits-Rad (Safety) im zurück gebauten Zustand von 1892…

Aber nun nochmal zu dem in Italien gefundenen Safety (Sicherheits-Niederrad) von, nach 1895…:

Die Bilder im Detail:

Wohl am auffälligsten – die „Selbstwirkende-Bremse“ nach Victoria-Patent 61916.

Das Kettenblatt für ein Normalrad mit originaler Pedale…

Die hintere Rahmen-Aufnahme mit Sattelstütze…

Das Sattelgestell mit dem originalen Lederrest der Lederdecke…

Hinterrad-Aufnahme…

Zur anfänglichen Fragestellung ob eine Übernahme des Rades angebracht wäre, möchte ich folgendes bemerken: Grundsätzlich ist es auf jeden Fall ein Unikat und es sollte an eine Liebhaber und Sammler unserer Marke gehen… Problematisch sind natürlich die Fehlteile, wie Räder, Kotflügel – Kette ist zu bekommen, aber das andere ???  Ein Nachbau kommt bei so einem alten Teil auch kaum in Frage, also bleibt eigentlich nur, das Relikt so zu zeigen, wie es ist… Ich hoffe das Rad geht, wie bereits erwähnt an einen Sammler im Victoria-Kreis…

Noch ein paar Bilder vom kompletten, vor einigen Jahren aufgefundenen F&O bzw. Victoria-Safety. Es wurde in der entgegen gesetzten Richtung – in „Dänemark“ aufgefunden:

Oben – das Sicherheits-Niederrad komplett bis zur Glocke, nur die Reifen fehlten… nachfolgend das wichtigste Detail – die „Selbstwirkende Bremse“:

Nach der Reinigung und Gangbar-machen:

Noch ein kleiner Ausflug ins Gründerjahr von Frankenburger&Ottenstein 1886 zum Hochrad „Pfeil“ mit der Rad-Nummer 79: