Victoria Avanti – Viertakt – Prototyp M 54…

Ein Prototyp, Viertakt-Motor mit 50 ccm, der gerade mal in zweifacher Stückzahl gebaut wurde und in ein Victoria – Moped passt…

Die folgenden Informationen und Bilder stammen aus den Quellen: Victoria IG-Buch.

Die Hercules-Werke, nachfolgender Besitzer von Victoria hat sämtliches Motoren-Material vernichten lassen. Darunter auch die beiden Prototypen der Viertakt-Moped-Motoren. Trotzdem hat einer es gewagt  Motoren aus dem Schrottcontainer zu retten. Der eine ist in einem demolierten Zustand, der andere ist im lauffähigen Zustand Baujahr 1956. Gesagt getan der Motor wurde in einen Vicky III N – Rahmen eingebaut:

Auf dem Victoria-Treffen in Mahlspüren im Jahr 2000 wurden die Prototypen im Probelauf vorgestellt. Ein Bing-Vergaser versorgt den Motor mit Treibstoff und über die oben liegende Nockenwelle (OHC) werden die Schlepphebel betätigt und die Ventile gesteuert. Die Nockenwelle selber wird über eine Kette angetrieben. Das Auslassventil hat einen Durchmesser von 19 mm und einlassseitig 21 mm. Der Zylinderinhalt von 48 ccm ergibt sich aus einem Zylinderdurchmesser von 38 mm und einem Hub 42 mm. Es ist kein Deko-Ventil vorhanden, auch keine Öffnung vorgesehen. Der Kolben hat zwei Ringe samt einem Abstreifer. Die Ölpumpe wird über ein Getriebezahnrad angetrieben. Das Ansaugen des Öls wird dabei über einen drehenden Kolben, der in einer Auf- und Ab- Bewegung das Öl zu den verschiedenen Schmierstellen fördert, verteilt. Die Kurbelwangen haben für sich einen eigenen kleinen Ölsumpf, der wannenförmig den tiefsten Punkt ausfüllt. Das überschüssige Öl wird durch eine Öffnung in das Getriebegehäuse abgelassen. Durch diesen Trick läuft die Kurbelwelle nicht im Getriebeölsumpf. Sie schlägt dabei das Öl nicht schaumig. Als Prototyp gibt es leider keine offiziellen Leistungsdaten.

Die Einzelteile des Motors:

Der eingebaute Motor in einer Avanti:

 

 

Victoria – Avanti K für Kickstarter…

Das Victoria Avanti K-Modell mit Kickstarter ist heute wie damals ein sehr rares Modell. Dieses beliebte Modell war natürlich auch für den Soziusbetrieb zugelassen. Der Original Victoria Motor ist etwas stärker, wie bei der Avanti Duo, er leistet 2,54 PS und verleiht dem Avanti K eine Geschwindigkeit von 55 km/h, so dass Sie damit damals auch auf der Autobahn fahren durften. Das Fahrzeug ist mit Kickstarter und Fußrasten ausgestattet. Ebenso hat es die neuen Vollnaben mit den breiten Bremsflächen – 120 mm Durchmesser. die Avanti K ist wohl eines der sparsamsten Kleikrafträder, denn nur 1,8 Liter = DM 1,40 pro 100 km, beträgt der Normalverbrauch. Das Kraftrad ist steuerfrei und kann mit dem einfachsten Führerschein (Klasse IV) gefahren werden. Der Breitstrahlscheinwerfer mit eingebauten Tachometer gehört ebenso zur serienmäßigen Ausstattung wie Weißwandreifen und Chromtank. Alle Victoria Fahrzeuge konnten damals mit Zahlungserleichterung erworben werden. Es genügte eine geringe Anzahlung, den Rest zahlte man bequem in Raten.

Originales Avanti K mit Chromtank:


Victoria – Avanti Duo für zwei Personen…

Das Avanti – Duo konzipiert für zwei Personen:

Hier stellen wir Ihnen eine Avanti Zweisitzer vor, der besonders von der Jugend bevorzugt wird – Ein schnittiges, äußerst zuverlässiges Moped ! Der temperamentvolle Motor kann neuerdings auch mit „Gebläse“ ausgestattet werden:

Mit Gebläse.

Normal-Motor-Luftkühlung.

Die Fahrsicherheit wurde, der starken Beanspruchung im Zweisitzverkehr entsprechend, noch mehr erhöht. Wir verweisen nur auf die neue Langschwing-Vorderfedergabel und auf die neuerdings besonders großen Vollnaben – 120 mm Durchmesser, mit verstärkten Bremsen. Dazu kommen noch 23×2,5 Weißwandreifen mit entsprechenden Felgen und Speichen. Zur Serienausrüstung gehört auch der zuverlässige Victoria Breitstrahlscheinwerfer, der nachts eine hervorragende Ausleuchtung der Fahrbahn bewirkt. Das Tachometer ist übersichtlich im Scheinwerfer eingebaut und außerdem besitzt jedes Avanti eine wirksame Sicherung gegen Diebstahl. Lieferbar in den beliebten Farben schwarz-rot.

Auch bei diesem Modell hat Victoria den stilechten Tankverschluss verbaut, wie in der ganzen Avanti-Serie. Der Tankdeckel, diese Bezeichnung wäre angesichts dieses formschönen Teils eher abwertend, fließt regelrecht in die Formgestaltung der Avanti ein:

Besonders schön und rassig bei diesem Modell der Victoria-Breitstrahlscheinwerfer in Fortsetzung mit dem Tankverschluss:


 

 

Inhaltsverzeichnis victoria-rad.de – Beiträge / Berichte

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Vorsteckwagen von 1904 !

Victoria – Vorsteckwagen der Pionier von 1904…

Anlässlich des heutigen 100. Beitrages meiner Seite – www.victoria-rad.de – präsentiere ich meinen Besuchern und auch denen die es noch werden wollen ein besonderes Schmakerl in Film und Ton. Wir haben keine Mühen gescheut, auch bei 30 Grad Außentemperatur und verschiedenen Drehorten, im Vogtland und Thüringen für uns und auch für Euch unterwegs zu sein. Den Victoria – Vorsteckwagen haben wir in den neunziger Jahren aus Altteilen, wie die folgenden Bilder belegen wieder hergestellt:

Gert Reiher bei der Anfertigung des kombinierten Öl-und Benzintanks:

Das nächste Bild zeigt den teilweisen Zusammenbau des Vorsteckwagens mit dem Nachbau des äußeren Rahmengestelles. Das dieses Monstrum in dieser Größe – hundert Jahre nicht überlebt hat, dürfte jeden Betrachter klar sein. Zum Glück wurden die anderen Hauptbestandteile wie innerer Rahmen (Nr.: – 200), Motor – Fafnir aus Aachen, Zweigang-Planetengetriebe, Hufeisenmagnet und andere Teile Anfang der neunziger Jahre aufgefunden. Somit konnte das Projekt Victoria – Vorsteckwagen starten:

Auf dem Vorsteckwagen – vorn ist Frieder Bach von der gleichnamigen Restaurationsfirma aus Chemnitz/Sachsen (heute Oldtimerdienst Chemnitz), welcher maßgebend an der Wiederauferstehung des Gefährts beteiligt war. Den Fahrersitz belegt Gert Reiher:

Genug der vielen Worte, seht selbst was vor 25 Jahren begann und jetzt in 2 1/2 Monaten entstanden ist:

Die Drehorte am 1. Juno 2019:

  • Waltersdorf, Thüringen
  • Kirche – Sorge, Schweizer Hoheitsgebiet, Thüringen
  • Windmühle Syrau, Vogtland
  • Göltzschtalbrücke Mylau, Vogland.

Hiermit bedanke ich mich für die tatkräftige Unterstützung bei folgenden Freunden die auch in Liebe zu den Oldtimern mitwirkten:

Denny Pieschel, Amely Pieschel, Matthias Mothes, Reiner Kober, Klaus Mohnberg, Andre Maaske (Routenplaner) und natürlich meine Frau Romy Reiher.

Besonderer Dank gilt meinem Oldtimerfreund Udo Geidel aus Greiz, der über die Jahre hinweg den Vorsteckwagen in technischer Begleitung hatte und mir oft half, wenn die hundertjährige Technik versagte…

Gert Reiher, Treuen/Vogtland…

 

 

Victoria – Treffen in Friedberg 2019 einige Impressionen…

Das Victoria – Treffen 2019 in Friedberg ist Geschichte und nach dem Treffen ist vor dem Treffen ! Das Treffen im nächsten Jahr hat zur Zeit noch keinen offiziellen Ausrichter, aber mit etwas Vorgefühl denke ich, werden wir uns in der Mitte von Deutschland wieder begegnen. Aber an dieser Stelle soll nochmal der Dank an Matthias Jüngling und seinem Veranstalterteam ausgespochen werden. Seht aber nun selbst einige Fotos:

Es dauert so seine Zeit bis das Zelt steht.

Da hat der Stefan auch schon eine kleine Dame an Bord.

Anton betrachtet alles in Ruhe.

Nebenan die Koch´s auch im Aufbaumodus.

Einige Victoria Motorräder auf dem Zeltplatz:

Hier wird gleich mal eine Tour gefahren:

Auf dem Festgelände treffen sich die jüngsten Teilnehmer von Treffen 2019:

Victoria & Emma.

Die Eltern sind natürlich auch dabei…

Früh am Morgen, die Hahn Familie startet am Hotel.

Kurz vor der Ausfahrt am Samstag – die Fahrerbesprechung.

Kurz vorm Start.

Vorn Roman, hinten Rupert.

Neue Mitglieder aus Pirna / Sachsen.

Es folgen einige Bilder vom Zielort, dem Hessenpark, wo man einen Stadtkern errichtet hat, der aus vielen historischen Gebäuden besteht. Diese Häuser wurden an anderen Stellen des Landes abgebaut und hier wieder neu aufgebaut. Diese Anlage ist sehr sehenswert:

Einige Victoria Motorräder vom Marktplatz:

Das KR 6 Gespann von Albert aus der Schweiz.

Das KR 26 Gespann von Stefan Thoman.

Die Pioniere…

Der Vorgänger der Pioniere…

Die originale Preciosa.

Aus meiner Sicht ein besonderes Moped, nämlich die Vicky II aus der ersten Serie mit dem seltenen „Tropfentank“ und das noch in einem fantastischen Originalzustand:

Man sehe und staune…

Natürlich war für das leibliche Wohl bestens gesorgt, wie man sieht…

Vor der Ausfahrt…

Nach der Ausfahrt…

Wieder gut angekommen und auf den Weg nach Hause waren alle zufrieden…

So, jetzt auf zum nächsten:

Victoria – „Avanti“ – SM 51 das Sportmoped ab 1956…

Auf den ersten Blick erkennt man den italienischen Stil – eine echte sportliche Maschine, diese Avanti:

Im Sturm hat sich das Victoria-Avanti einen großen Kreis zufriedener Konden erobert. Speziell sportlich eingestellte Fahrer, die ein Moped mit Charme, rassigen Aussehen, Knieschluss  und langer Sitzbank lieben, sind von ihm begeistert. Für unsere Jugend und für jung gebliebene Erwachsene, ist die Avanti die ideale Erfüllung ihres Wunsches, den Fahrplan selbst zu bestimmen und Freizeit, Freude und Erholung zu gewinnen. Der berühmte in nahezu einer Million Exemplaren bewährte Vicky-Motor ist das temperamentvolle Herz dieses  nach Ihren Wünschen gebauten Mopeds:

Ohne ein Wort zu sagen: Die sicherste Garantie für Ihr gut angelegtes Geld! Avanti wird serienmäßig mit 2-Ganggetriebe und in harmonischen Farbkombinationen (rot-schwarz oder blau beige) geliefert. Sonderwünsche wie: 3 Gänge, Kofferträger, Weißwandbereifung sind natürlich lieferbar.

Technische Daten:

Draufsicht:

So schön wie diese Mopeds waren, soviel gab es auch Probleme !!! Das Hauptproblem war die kurzgeschobene Vorderradgabel, es kam zu Gabelbrüchen, welche angeblich sogar für 1-2 Fahrer tödlich endeten. Zum einen waren die Fehler konstruktiver Art, aber auch die qualitativ schlechte Verarbeitung in Italien kam noch dazu. Victoria entstanden somit sehr hohe Zusatzkosten, schlimmer aber noch war der schlechte Ruf, den die Sache nach sich zog.

Hier sieht man eine gebrochene Gabel aus der ersten Serie (Foto Kleine- Vennekate-Reinwald).

Die Pressstahlgabel Wurde durch eine Langschwinge mit ungedämpften Stoßdämpfern ersetzt. Die nächste beiden Bilder zeigen die Langschwinge an Hand eines originalen Mopeds:

Das nächste Bild zeigt in der ersten Serie den frei hängenden Motor der durch eine fehlende vordere Rahmenbefestigung nicht mehr vibrationsfrei lief:

Hier wurde Abhilfe geschaffen in dem man eine zusätzliche Motorhalterung einbaute:

Es gab auch noch weitere geringfügige Änderungen, auf die an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird. Es folge der Schönheit wegen noch einige Prospekt – Illustrationen: