Victoria – Super-Luxus ab 1959…

Die Vicky Super-Luxus von 1959/1960 war unverkennbar das schönste Moped aus der ganzen Vicky-Reihe:

Das Modell aus der „Zweirad-Union“.

Oben handschriftlich die Verkaufspreise für Normalmotor und für den Gebläse-Motor.

Der moderne Gebläse-Motor:

Die Motoren:


Wie schon die Vorgänger besaß der Tankrahmen zwei Halbschalen welche verwindungsfrei gepresst waren. Der Tank hatte jetzt einen Inhalt von exakt 5,11 Liter Kraftstoff. Dieser Rahmen geht bis zum Heckteil und ist mit den schönen Zierleisten und Halbschalen umgeben. Der Hingucker ist sicherlich die Frontpartie mit dem großen breiten Breitband-Scheinwerfer und den Bedienelementen. Als Voll-Schwingen-Fahrzeug hat man einen sehr guten Fahrkomfort und kann auch größere Strecken fahren. Natürlich ist auch der Sozius-Fahrer mit diesem Fahrkomfort bedacht auf der großen Doppelsitzbank. Es wurden auch Veränderungen vorgenommen, um bessere Montage der Bowdenzüge zu erreichen. Am Heck übernimmt ein Alugussteil die Halterung für den Gepäckträger und das Rücklicht. Man kann sagen das Detail im Detail, ja so hat Victoria halt konstruiert und gearbeitet.

Originale Victoria „Super-Luxus“:

Wie bei den vorherigen Modellen war die Durchführung zur Halterung eines Kindersitzes vorgesehen. Hier sieht man wie der vollständige Sitz montiert ist. diese Kindersitze sind heute sehr begehrt und im Nachkauf auch sehr teuer, weil nur wenige überlebt haben.

Das Prospekt der Zweirad-Union mit „Super-Luxus“ und „Vicky-Standard“:



 

 

Victoria – Luxus ab 1958…

Ab 1958, also bereits unter der Regie der „Zweirad-Union“, hat man das Luxus Modell gefertigt. Man erkennt die Fortführung der Vicky IV Linie, speziell von der Vicky IV E ist viel übernommen worden, wie Fahrwerk, der Cockpit-Lenker bis zum Gepäckträger. Am auffälligsten sind die vorderen Stoßdämpfer, die die anfälligen Gummiteile mit Federn ersetzt haben. Durch die Bereifung inklusive Weißwandreifen der Größe 23 x 2,25 war eine Verbreiterung der Kotflügel notwendig !

Originale Victoria – Luxus:

anstelle des Schwingsattels hat man bei diesem Modell eine Sitzbank montiert!

Die Tankschalen stammen von der Vicky-Standard. Typisch für das Modell auch das große Emblem auf der Steuerkopfverkleidung.

Genug Platz für Koffer und Tasche.

Die Vicky L war ein recht gelungenes Moped mit dem Motor der Vorgänger, ebenfalls mit Zwei oder gegen Aufpreis dem Dreiganggetriebe. Hier und da eine Chromleiste auf den Schwingen oder der verchromte Sturzbügel, der Schwingsattel in der weißen Farbe, Grundfarbe Adriablau mit den Applikationen in Hanfbeige machten das Moped zum Hingucker. Trotz des stattlichen Preises von ca. 700.- DM verkauften sich um die 42000 Modelle.

Technische Daten:


Saxonia 100 – Fahrzeuge Mindestalter Hundert Jahre, Oktober 2014 in Dresden…

Die Saxonia 100 fand vom 3.-5. Oktober 2014 in Dresden vor traumhafter Kulisse, eingebunden in das Flair vom Dresdner Schloss und Semper-Oper, statt. Schwerpunkt waren die Fortbewegungsmittel, die mindestens hundert Jahre und älter sein mussten. Dabei spielte es keine Rolle, ob zwei, drei, oder vierrädrig, ob mit Muskelkraft, Dampf, Elektro oder Verbrennungsmotor angetrieben.

Die Präsentation, angefangen mit den Fahrrädern, welche einen kleineren Rundkurs um Dresden (Elbe-Radweg) fuhren, fand im Innenhof des Dresdner Schlosses statt:

Wo sieht man schon mal um die hundert Räder aus der Jahrhundert-Wende und  auch später ?

Victoria – Halbrenner vor 1910.

Micheaux – Tretkurbelräder 18. Jahrhundert.

Hochräder aller Gattungen.

Dreirädrige Gefährte ohne Motor:

Das einzige motorisierte Dreirad am Start, das aus vielen originalen Teilen nachgebaute „Victoria-Dreirad“ von 1904:

Vor der Semper-Oper Dresden.

Der Hüter des Gefährts steht stramm.

Auch die vielen Schaulustigen Japaner hatten ihren Spaß.

Das Video – die Ehrenrund vor der Semper-Oper:

Die zweirädrigen Motorräder waren natürlich sehr zahlreich vertreten, nachfolgend ein kleiner Teil der imposanten Pioniere:

Hier am Start:

Die große Fraktion der vierrädrigen über hundert Jahre alten Automobile kommt nun zu einem Teil zur Präsentation. Alle Fahrzeuge wurden vom Veranstalter Reinhardt Scholz vorgestellt und bei traumhaften Wetter auf die 100 km lange Strecke Meisen und zurück geschickt:

Zum Schluss Familie Perschmann aus Leipzig mit dem ältesten original erhaltenen „HORCH“.


Deutsches Fahrradmuseum – Bad Brückenau Fahrradfest Juli 2019

Wie jedes Jahr treffen sich die Fahrradfreunde im Deutschen Fahrradmuseum in Bad Brückenau. Der Organisator und Museumsdirektor Ivan Sojc freut sich immer auf seine Freunde und Gäste…

Das Museum mit Cafe und Biergarten, rechts.

Der Teilemarkt ist für jeden Liebhaber des älteren Edelmetalls ein „Muss“. Einmal im Jahr hat man alles rund ums „Fahrrad-Hochrad-Dreirad“, Ersatzteile und weitere Raritäten:

Rund ums Museum ist der Händler-Edelschrott aufgebaut.

Ich bin natürlich auch von der Partie mit meinem kleinen, eher einem Bauchladen vergleichbaren, Stand dabei.

Man findet aber auch immer mal was von „Victoria“. Diesmal war ein Victoria Rad von ca. 1907 da:

Da die folgende Nummer der: 1….- nicht eindeutig erkennbar war, würde ich sogar auf ein früheres Baujahr schließen, etwa 1903-1904. Das sieht man am Schriftzug auf dem Oberrohr des Rahmens:

Die seitlichen geraden Applikationen sind sehr selten und waren die Vorläufer der geschwungenen, welche ich hier darstelle:

Auch die Schrift selbst ist eher der „Jugendstilzeit“ nach empfunden.

Der Rahmen und das Tretlager ist von Victoria, wobei die anderen Teile eher nicht von unserer Marke sind.

Aber auch andere Nippes-Sachen, wie der kleine umgearbeitete Tisch mit dem Victoria Emblem waren zu finden:

Für die Liebhaber der Fahrräder und Hochräder gab es vom Freitag bis Samstag drei Ausfahrten im Gebiet der Rhön, welche landschaftlich äußerst reizvoll ist. Freitags Abend ist eine Nachtfahrt mit den Azetylen Lampen immer ein reizvoller Höhepunkt. Es ist halt für jeden etwas dabei. Auch die kleineren Mitbürger können sich an verschiedenen Fahrzeugen erfreuen, welche das Museum immer zur Verfügung hat:

Klein Victoria übt sic im Dreirad fahren.

Es folgen noch Bilder aus dem Deutschen Fahrradmuseum:

Absolut sehenswert der Fahrradladen aus den „Dreißiger Jahren“,

Victoria Räder sind natürlich auch im Museum !

Jedes Treffen geht einmal zu Ende, hier vorm nach Hause fahren noch ein Bild von Ivan und mir.

„Nach dem Treffen ist vor dem Treffen“

Auf ein Neues in 2020 !!!

Victoria – Standard 1958/1960

Das bekannte Moped Vicky IV E – in der „Standard-Ausführung“: besonders geschaffen für alle, die Qualität kaufen wollen. Natürlich besitzt Vicky Standard auch den berühmten Vicky-Motor, der zur vollen Zufriedenheit von nahezu einer Million Kunden gefahren wird und sich glänzend bewährt hat. Jeder gefahrene Kilometer kostet gerade einmal einen Pfennig !

Vicky-Standard Baujahr 1960:
Originalfahrzeug:

Hier bereits die „Zweirad-Union“ bestehend aus den Werken:  „DWK – Victoria – Express“.
Rechts die Victoria-Standard.