Victoria – Motorrad die Viertakt Einzylinder-Modelle – Hubraum 500ccm, kopfgesteuert, ab 1931 mit vielen originalen Bildern…

Die legendäre, damals sehr begehrte Sportmaschine von Victoria, die KR50S hatte natürlich einige Neuerungen, die hier vorgestellt werden. 

Das Motorrad vor der legendären Göltzschtalbrücke im Vogtland:

Der Hingucker der Victoria-Sportmaschine ist auf jeden Fall der hubraumstarke, OHV-Motor von Sturmey-Archer aus Nottingham/England:

Der außerordentlich gelungene Motor war mit einer Doppelport-Auspuffanlage versehen, welche sehr formschön nach hinten geführt wurde, mit eleganten Endtöpfen. Der auf dem Tank eingeätzte Siegesengel ist auch sehr gelungen. Einzig die Gummikniekissen mussten platzierungsgemäß darunter leiden, was für den Fahrer auch Einschränkungen mit sich brachte.

Hier mit den Armaturen, die man als Fahrer sehr gut einsehen konnte.

Der Motorradständer, ebenfalls wie das SV-Modell:

Der Ständer wird von Victoria stark beworben, aber man muss dazu sagen, dass man auch einen starken Fuß und gutes Schuhwerk braucht, um die Maschine aufzubocken.

Die Kombibremse:

Der Doppelport-Zylinderkopf/Zylinder:

Technische Daten:

  • 495 ccm aus Bohrung: 79 mm / Hub: 101 mm
  • 18 PS angegeben (eher mehr ca. 20 PS )
  • 4800 U/min
  • Ventilspiel 0,05 mm
  • Dreiganggetriebe ( Sonderbestellung/Vierganggetriebe )

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Modell KR 50 SV und das Sportmodell KR 50 S bis auf den Motor fast baugleich waren. Das hatte natürlich mit Einsparmaßnahmen zu tun, da man in dieser schwierigen Zeit wenig Motorräder in dieser Klasse verkaufen konnte. In der kurzen Bauzeit von 1931- 1933 verkaufte man ca. 1000 Motorräder. Heute sind noch etwa 30 Stück KR 50 S bekannt. Die KR 50 S war und ist eine echt gute Sportmaschine. Der Anzug ist enorm und die Endgeschwindigkeit ist über den angegebenen Wert mit bis zu 120 km/h durchaus überdurchschnittlich.

Schöne alte Bilder – Victoria KR50S:

Dieses historische Bild zeigt die damals größte Victoria-Vertretung in Berlin/Charlottenburg, die Firma Sigfrid Hetzer…

Victoria KR50S im Museum:

Wer mehr über die Victoria KR50S erfahren möchte kann sich auf dieser Webseite im Bericht vom September 2018 weiter informieren…

 

Zum Schluss möchte ich noch eine Seitenwagen-Restaurierung eines „Stoye-Seitenwagen“ mit Anbau an eine Victoria-KR50S präsentieren:

Der Seitenwagen mit einer Chrom-Lackierung… (im Chrom-Bad-nicht möglich),  ich denke – das Resultat kann sich sehen lassen !!!

Das Fahrgestell ist mittlerweile lackiert und bereits angebaut:

Nun noch das Boot auf das Fahrgestell und bis auf Sitz und Windschutzscheibe fast fertig:

Der Sattler hatte sich so ca. 4 Monate Zeit gelassen, ist aber noch im normalen Bereich der Wartezeiten in dem Bereich. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Video Victoria KR50S mit Beiwagen:

Wer mehr über die Restauration erfahren möchte, kann auf dieser Webseite unter dem „Suche-Button“ auf der Startseite im Monat April 2020 fündig werden…

Victoria – Motorrad die Viertakt Einzylinder-Modelle – Hubraum 500ccm, seitengesteuert, ab 1930 mit vielen originalen Bildern…

Victoria KR50 seitengesteuert…

An die Erfolgsgeschichte der 350er Klasse anschließend, brachte Victoria die hubraumstärkere KR 50 mit 500 ccm ( 495 ccm bei 79/101 – B/H ) mit der Leistung von 14 PS, Anfang 1930 auf den Markt. Die äußeren Umstände, sprich „Schwarzer Freitag / Weltwirtschaftskrise“ waren nicht gerade verkaufsfördernd. Das neue Motorrad war natürlich vollkommen neu überarbeitet worden:

Den Motor bezog man wieder in England von Sturmey Archer und er lief als seitengesteuertes Aggregat mit einer Verdichtung von 1:4,5 und 3300 U/min. Mit der Leistung von 14 PS brachte es das eher solide Motorrad auf eine Geschwindigkeit von ca. 90 km/h:

Die Ölung des Motors erfolgte auf einer Trockensumpfschmierung mit der am rechten Motorgehäuse geschützten Ölpumpe:

 

Eine weitere Neuerung war die sogenannte Kombibremse, welche gleichzeitig mit der Fußbremse und der Handbremse betätigt wurde. Diese Technik funktionierte über ein Gelenk, welches mit dem Gestänge der Fußbremse, bzw. mit dem Bowdenzug der Handbremse verbunden war:

Victoria KR 50 SV mit vernickelten Benzintank.

Originale Bilder:

Im Jahr 1931 nahm Victoria einige Veränderungen am Modell KR 50 SV vor:

  • Motor mit leichter Neigung nach vorn
  • abnehmbarer Zylinderkopf
  • Kühlturm auf dem Zylinder wurde weggelassen
  • Bremspedal für Kombibremse rechte Seite
  • Öltank verkleinert mit Einfüllstutzen auf der linken Seite
  • Werkzeugkästen rechts und links am Gepäckträger
  • Aufpreis für verchromten Tank mit dem geätzten Adler
  • ab Baujahr 1932 Kniekissen aus Gummi am Tank, aber ungünstig platziert

Für fast 3 Jahre Bauzeit, also bis Ende 1932, wurden gerade mal ca. 3000 Stück von der KR 50 SV gebaut. Die Zeit der großvolumigen Motorräder war nicht mehr gegeben. Die wirtschaftlichen Verhältnisse bremsten diesen Markt stark aus.

2.Variante mit schrägen Zylinder und den anderen Neuerungen.

 

Originale Bilder der Victoria KR50sv:

Wer mehr über die Victoria KR50sv wissen möchte, auf dieser Webseite unter dem „Suche-Button“ auf der Startseite Monat September 2018…

 

 

 

 

 

 

 

 

Victoria – Motorrad die Viertakt Einzylinder-Modelle – Hubraum 350 ccm ab 1929 mit vielen originalen Bildern im Überblick…

Victoria Motorrad KR35S:

Das neue Modell von 1929 bekam wesentliche Veränderungen:

Der neue Sturmey-Archer-Motor unschwer zu erkennen:

 

Der neu überarbeitete Sturmey-Archer-Motor mit nun innenliegender Schwungscheibe hatte jetzt gekapselte Stoßstangen und Schwinghebel. Die Ventile waren noch offen gehalten, also noch nicht gekapselt. Man verbaute einen Vergaser der Firma Graetzin (Modell KB 24) mit zusätzlichen Luftfilter für gereinigte Ansaugluft. Die Bedienhebel am Lenker waren ebenfalls von Greatzin.

Die Vordergabel wurde wegen der Ständeraufnahme leicht geändert:

Die Dreigangschaltung am Rahmen konnte man vor dem Getriebe einstellen:

Eine restaurierte KR 35:

Technische Erläuterungen:

Victoria KR 35 – viele originale Bilder:

 

Gegen Aufpreis lieferte Victoria verchromte Benzintanks:

Anhand der vielen Bilder mit verchromten Benzintank lässt sich daraus schließen, dass man damals den Aufpreis nicht gescheut hat, man wollte bei den Motorrädern auch das „Schönste“ haben.

Die folgende Aufnahme zeigt die größte Handelsvertretung von Victoria, welche in Berlin/Charlottenburg ansässig wag, die Firma Hetzner:

Victoria – Serienmaschine KR 35 SLM ab Baujahr 1930:

Im Jahr 1930 hat man bei Victoria eine „Doppelportauspuffanlage“ am geänderten KR 35 Motor angebracht. Bei dieser Variante war auch der Motor noch vertikal stehend angeordnet, wie bei den Vorgängermodellen.

Verkaufsprospekt 1930:

Tank in Lack oder verchromt bzw. vernickelt. Auffällig das Kniekissen am Tank.

SLM – Sport – Luxus – Maschine.

Die nächste originale Aufnahme zeigt eine KR 35 SLM noch mit vertikal stehenden Motor, aber bereits mit dem vergrößerten formschönen Satteltank, welcher verchromt ist und als Symbolfigur den „Frauenadler“ zeigte. Das Motorrad war noch mit normalen Hebelarmaturen ausgestattet, hatte aber bereits Dreh-Gas. Man beachte die aus dem Rahmen gefallene schwarze Lackierung. Wahrscheinlich experimentierte man um Ende 1930 bzw. 1931 mit den Lackierungen. Auch das damals bekannte Duco-Lackverfahren, welches es ähnlich bei anderen Herstellern gab, wurde bei Victoria angewendet.

Auf dem nächsten Bild sieht man den neuen Tank in Lack mit silbernen Victoria Engel:

Die Victoria KR 35 SLM mit schräg geneigten Motor:

Die nächste Neuerung im Jahr 1931 war ein überarbeiteter Motor der KR 35 SLM mit nunmehr 14 PS Leistung, also 2 PS stärker als der vorhergehende. Der Motor war im Fahrgestell nach vorn geneigt, was dem Motorrad eine noch sportlicheres Aussehen vermittelte:

Aber nicht nur das Aussehen hatte diese sportlichen Aspekte. Übereinstimmend von Fachpresse und Tests damaliger Prüfanstalten, sowie in Fachzeitschriften bescheinigten der SML mit ihren nur 125 kg Gewicht eine überragende Fahreigenschaft. Die Details der Maschine waren völlig und liebevoll durchkonstruiert, bildeten eine Einheit in Form und Gestaltung.

Neben dem neuen Satteltank und Zubehör, wie eine Uhr und ein Tacho, erhielt der Lenker inklusive Dreh-Gas auch die neuen Flügelarmaturen der Firma „Greatzin“:

Diese Flügelarmaturen (Zündung/Gas/Luft) bilden mit den Kupplungs- und Bremshebel sowie Kompressionshebel und Lichtumschalthebel eine Einheit, die seinesgleichen sucht. Einen solchen Lenker komplett im Originalzustand mit allen Teilen heute zu finden, kommt der berühmten Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gleich.

Im Jahr 1934 endete die Ära der Victoria KR 35 und KR 35 SLM. Meistens wird die damalige Wirtschaftskrise und deren Folgen in Ansatz gebracht. Auch der beginnende Nationalsozialismus und die damit verbundene Importsperre englischer Motoren nannte man als Grund. Die Firma Sturmey Archer hat aber definitiv 1934 den Motorradbau eingestellt und somit auch keine Motoren mehr hergestellt. Man kann Mutmaßen, das natürlich alle diese Dinge im Zusammenhang standen, denn wenn Hauptabnehmer einbrechen hat das marktwirtschaftlich – enorme Folgen.

 

 

Victoria – Motorrad die Viertakt Einzylinder-Modelle – Hubraum 350 ccm ab 1928 mit vielen originalen Bildern im Überblick…

Victoria – Serienmodell KR 35 / 350ccm Baujahr 1928:

Für das Modell von 1928 verwendete man einen Sturmey Archer Motor als OHV Variante (oben gesteuert) und einem Hubraum von 348 ccm. Er hatte eine Leistung von 12 PS beim Hub von 88 mm und einer Bohrung – 71 mm. Die Geschwindigkeit war mit 105 km/h angegeben, wobei mit dem durchzugsstarken Motor ein Seitenwagen problemlos gezogen wurde.

Anfänglich war noch ein runder Auspuff verbaut, wie man ihn ähnlich von den späteren Boxer-Modellen von 1931 kennt.    

Das Fahrgestell eigens konzipiert für den zugekauften Motor.

Originale Bilder von dem ersten Motor:

Museums-Modell:

Wer mehr über die ersten Modelle der Victoria KR35 von 1928 mit dem englischen Motor erfahren möchte, kann dies auf der meiner Webseite unter dem „Suche-Button“ – Startseite / September 2018…

Im nächste Bericht: die 350er Modelle ab 1929…

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 
 

 

 

 

 

 
 
 

 

 
 
 

 

 
 

 

 

 

 

 
 
 

 

 
 
 
 
 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 
 
 
 

 

 
 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 
 

 

 
 

 

 

 

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Victoria – Motorrad die Viertakt Einzylinder-Modelle Hubraum 200 ccm ab 1928 mit vielen originalen Bildern…

Victoria – Hubraumklasse 200 ccm ab 1928…

Im Frühjahr 1928 wurden für Motorräder bis 200 ccm neue steuerfreie Bedingungen geschaffen. Logischerweise löste das einen Boom der Fertigung solcher hubraumkleinen Motorräder aus. Die Konkurrenz schlief nicht und hat teilweise bereits solche Räder im Programm. Victoria hatte den Vorteil die Motoren ebenfalls von Sturmey Archer in diesem Bereich zu beziehen, wie bereits die 350iger Motoren. Das Fahrgestell ist auch fast baugleich der 350iger, natürlich in verkürzter Form.

Anfangs war auch der Stecktank im Rahmen und die Schaltung noch am Getriebe, mittels langem Schalthebel. Der Greatzin Vergaser Kb19 war nach hinten gerichtet und für die Ölzufuhr arbeitete eine Pilgrim Ölpumpe.

Wie auf dem Originalbild erkennbar – noch die offene außenliegende Schwungscheibe, aber bereits wie beim zweiten Modell von 1929 der abgewinkelte Vergaser, um dem Zündmagneten mehr Raum zu bieten:

Detail Vordergabel:

Viele originale Bilder des ersten Modells mit Benzintank im Rahmen und Schaltung am Getriebe:

Technische Daten:

 

Victoria – zweites Serienmodell KR 20 seitengesteuert 1929-1931:

Beim zweiten Modell gab es folgende Veränderungen:

  • Das Getriebe von Hurth wurde am Rahmen/Tank durch Schaltkulisse betätigt
  • Das Schwungrad wurde in die innenliegende Kurbelwelle verlagert
  • Den Tank teilte man wie bei der KR 35, jetzt mit 11 Liter Inhalt
  • Abgewinkelter Vergaser
  • Omega-Ölpumpe
  • Tankanzeige mit Benzinuhr

Auch zu diesem Modell viele originale Bilder:

Aber auch bei diesem Modell gab es einen vernickelten Benzintank:

Victoria-Serienmodell KR 20 HM (Hochleistungsmotor) 1932-1934:

Mit der KR 20 HM begann die Handschrift des Ingenieur Lackler aus Österreich, welcher auch die nächsten Jahre für Victoria als Konstrukteur tätig war. Die neu konstruierten Motore hat Victoria auch zum Teil bei der Firma ILO bauen lassen. Es war die Folge, da ja ab 1934 keine Bezugsmöglichkeiten mehr aus England, sprich Sturmey Archer, möglich waren. Bei der KR 25 HM wurde der Zylinder + Zylinderkopf mit vergrößerten Rippen versehen und die Ventile gekapselt. Mit diesen Veränderungen leistete der Motor nun 7 PS. Das Motorrad bekam ähnlich wie bei der 350iger SLM den formschönen Benzintank mit dem Siegerengel:

Im folgenden Bild sieht man den Tank vom HM Modell aber noch mit dem Sturmey Archer Motor. Es gab halt immer Übergangsvarianten:

Nochmal ein restauriertes Modell aus der zweiten Serie:

Wer noch mehr über Einzelheiten und technische Details erfahren möchte, siehe Bericht vom September 2018 auf der Startseite unter „Suche“…

Victoria KR3 Motorrad ab ca. 1926 – 1928 in Bildern mit Kurzbeschreibung…

Victoria K.R.III. – N:

Die Victoria K.R.III.-N, N-steht für „Neu“ war mit Riemenfelge und Keilklotzbremse im Vorderrad ausgerüstet, sowie der am Motorblock angebrachten Schaltkulisse. Die Kupplung war jetzt linksseitig. Dadurch veränderte sich auch der Kettenschutz zu seinem Vorteil im neuen Design:

 Modell KRIII-N 1927 / 1928, die Riemenfelge mit der Keilklotzbremse hat man nur kurze Zeit verbaut, sie war einfach nicht mehr zeitgemäß und es gibt kaum noch Modelle davon…

Es gab mit der mit letzten Variante der Victoria K.R.III. um 1927/28 mehrere Veränderungen als Vorstufe zur Victoria KR6, die dann mit dem Hubraum stärkeren Motor (600 ccm) ausgerüstet wurde. Die wichtigste Veränderung war am Fahrzeug-Rahmen, welcher augenscheinlich auch eine Veränderung des Benzintanks nach sich zog:

Ein wichtige Neuerung war die die Vorderrad-Bremse…

Man muss sagen, dass diese Tank-Form – leicht abfallend schon wesentlich moderner war und weitere Details, wie der Kettenschutz der später bei der Victoria KR6 verbaut wurde…

Originale Bilder , die die Entwicklung der verschiedenen Rahmenformen und weitere Veränderungen, wie Vordergabel, Schaltung und vordere Bremse um 1926 – 1928 belegen:

Ältere Ausführung K.R.III. – bereits mit abgeschrägten Benzintank…

Ebenso, aber bereits mit vorderer Trommel-Bremse…

Benzintank abgeschrägt, Schaltung am Motorblock, Motor noch K.R.III. – bereits Auspuff-Anlage wie KR6, Vordergabel mit Aufnahme wie KR6… Grund-Rahmen bereits mit Höckern wie bei K.R.III. / KR6…

Restaurierte K.R.III.:

Die neuen Höcker-Rahmen:

Es wurde ein völlig neuer Rahmen konzipiert, welcher im oberen Bereich zwei sogenannte „Höcker“ hatte. In der Vorstufe wurde der Abstand der „Höcker“ noch schmaler gehalten, als in der letzten Ausbaustufe – breiter, welche bereits danach in der KR6 verbaut wurde.

Bei diesem schmalen Höckerrahmen sieht man die Lenkerklemmung mit der Lenkeraufnahme – Modell K.R.III.

Victoria K.R.III.

 

Nochmal die schmale Höckerform, aber mit KR6 Lenkerklemmung:

                                                       Klemmung der KR6:

 

 

Einige Modelle wurden noch mit der „Kaffeemühlenschaltung“ ausgerüstet, man sieht es an der Durchführung des Gestänges am Tank:

bereits mit breiten „Höckern“…

Anschließend ein Bild einer K.R.III.; – alte Rahmen-Form – schmale „Höcker“, mit Schaltung am Motorgehäuse, wie bei der KR6 ohne vordere Bremse:

Originale Bilder – Motor bereits in KR6-Ausrührung, mit KR6A – Gabel (Tigergabel) und den gewohnten Komponenten:

 
 
 

Victoria KR IV ??? gab es Sie, oder nicht.

Die sagenumwobene Victoria KR IV konnte bislang nicht durch eine gedruckte Werksunterlage, wie Anleitung, Ersatzteilliste bzw. Prospekte nachgewiesen werden. Daraus muss man den Schluss ziehen, Sie existiert nicht !!!

Folgende Bilder kursieren, aber wie gesagt ohne Nachweis. Deshalb gehe ich davon aus, das es sich wiederum um ein Übergangsmodell zum Typ KR6 handelt:
Bei dem Vergaser handelt sich um ein Importmodell aus England mit der Bezeichnung: T25, HYDM von Amac Carburetters:

Nummernübersicht:

Fazit:

In den Jahren von 1923 angefangen, mit der K.R.II. bis zur KR6 gab es so viele Veränderungen, hauptsächlich im Bereich der K.R.III., dass es oft schwierig ist dies aufs genaueste zu verifizieren. Dieser Bericht soll dazu dienen etwas Licht in das manchmal dunkle zu bringen. Sollten aufmerksame Betrachter neue Erkenntnisse beibringen, so werden diese gerne mit aufgenommen.

Gert Reiher…

 
 
 

Victoria KR3 Motorrad bis ca. 1926 in Bildern mit Kurzbeschreibung…

Victoria K.R.III. (Beginnend ab 1924):

Von der Victoria K.R.II. zur K.R.III. war ein relativ kurzer Weg. Schon Anfang 1924 stellte man die Produktion um, um ein besseres Fahrverhalten des Motorrades, insbesondere mit einem Seitenwagen, zu erreichen. Eine Umstellung vom Treibriemen zur Kette war da natürlich ausschlaggebend. Die zweite hauptsächliche Verbesserung war das neue Dreiganggetriebe, welches das Zweiganggetriebe der K.R.“II.“ ersetzte. Die nächsten Jahre gab es noch einige Änderungen, welche im Detail in den Folgenden Abschnitten beschrieben werden:

Erste Serie ab 1924:

 

Wesentliche Neuheit: Dreiganggetriebe und Kettenantrieb!

Die Riemenfelge mit der Keilklotzbremse blieb dieser K.R.III. noch erhalten. Im Hinterrad war ein einfaches, viergeteiltes Kettenrad verbaut, Sichtbar nächste Tafel:

Wie man sieht, war die Firma Victoria schon sehr fortschrittlich, da acht gebogene Federn im Kettenrad Stöße, hauptsächlich beim Anfahren und Schalten abfangen sollten, genannt die Ruckdämpfung:

Man übernahm den Motor mit dem außenliegenden Vergaser aus der letzten Serie der K.R.II., hier als Schnittmodell:

Hier sieht man deutlich die Luftzuführung über den Ansaugstutzen  am vorderen Zylinder und dann durch den Kanal der Öl-Vorwärmung zum innenliegenden Vergaser.

 

K.R.III. – das neue 3-Gang-Getriebe:

 
 
 

Originale Bilder Modell, erste Serie, man sieht deutlich das viergeteilte Kettenrad:

 

Adolf Brudes, 1923.

Zweite Serie Modell 1925:
 

Neuheiten im Überblick:

  • Die Zylinder wurden komplett in Stahlguss gefertigt.
  • Auspuffrohre am Zylinderkopf mit Flansch, anstatt geschraubt.
  • Kipphebelbefestigung geschraubt (austauschbar).
  • Kippständer unter Rahmen, Heckständer fällt weg.
  • Hinterradantrieb mit integrierter Backenbremse.
  • Hinterer Kotflügel abnehmbar.
  • Lenker und Armaturen – neu.
  • Änderung des Klemmkopfes der Vordergabel durch kürzere Federn.
 

Einige Bilder:

 

Modell 1925, wohl eine der originalsten K.R.III., welche noch aus dieser Zeit existiert.

Video K.R.III. -Original:

Schön restaurierte K.R.III.:

 

Originale Bilder zweite Serie:

 

 

Ab Mitte 1926 bekommt der K.R.III. Motor eine neue Motorenentlüftung, verbunden mit der Änderung der Nockenwelle.

Nach Einführung dieses Entlüfters hat man bei einigen Modellen auch auf den sogenannten Dekompressionsanschluss verzichtet und mit einem elektrisch über den Zündmagneten gesteuerten Aus-Knopf am Lenker den Motor zum Sillstand gebracht.:

Bei diesem Motor mit der Nummer 6400 war an der Nockenwelle kein Aushubzapfen vorhanden!

Das Motorrad nach der Restauration:

Gerne noch ein Video von der Funktion dieser restaurierten K.R.III::

Im nächsten Beitrag wird die letzte Maschine der Serie K.R.III. von 1927/28 vorgestellt, bis zum Übergang auf die KR6 – Modelle (600ccm), somit enden die 500er Längs-Boxer-Modelle…

 

 

Victoria KR2 Motorrad in Bildern mit Kurzbeschreibung…

Liebe Leser meiner Webseite nun geht es in der Chronologie über die Motorräder ab der „Zwanziger Jahre“ weiter mit dem Typ K.R.II.

Victoria Motorrad Typ K.R.II.  –  Motor-kopfgesteuert beginnend ab dem Jahr 1922:

Der geniale Konstrukteur Martin Stolle trennte sich von BMW und begann ab 1922 bei der Firma Sedlbauer in München einen neuen kopfgesteuerten Motor zu entwickeln. Mitte des Jahres 1922 war der Motor mit   9 PS und 499 ccm bereits startfähig. Victoria bezog den Motor von der Firma Sedlbauer und er das Motorrad K.R.II. eingebaut. Ende September 1923 übernahm die Victoria dann die Firma Wilhelm Sedlbauer mit samt allen Inventar und Personal. Der Konstrukteur Martin Stolle wechselte natürlich mit zu Victoria.

 

Der neue OHV-gesteuerte Motor mit innen liegenden Vergaser (Luftansaugung vorn rechts) und die Zylinderköpfe mit den angegossenen Kipphebelbrücken aus einem Gussteil. Die Bohrung beträgt 64 x 70,5 mm, der Kolben ist eine Aluminiumlegierung. Die Zylinder sind auch aus Aluminium mit Graugusslaufbuchse. Pleuel – rollengelagert.

Originaler K.R.II. Motor erste Serie.

Restaurierte Victoria K.R.II.:

Originaler Motor K.R.II.:

 Tolle Victoria K.R.II. mit fast authentischer Restauration:

Originale Bilder mit der ersten Vorderrad-Gabel noch von K.R.I. – Zeiten stammend:  

Die nächste grundlegende Änderung erfolgte bereits Anfang des Jahres 1924. Die neue von Victoria patentierte Vorderradgabel konnte jetzt horizontale und vertikale Schwingungen aufnehmen:

Diese Gabel wurde die nächsten Jahre beibehalten.

Auch der „Riemenantrieb“, der noch beibehalten wurde ist nochmal deutlich zu sehen… 

Originale Bilder dazu:

Eine weitere wesentliche Änderung war die Umstellung des Vergasers vom innenliegenden zum außenliegenden Vergaser:

Diese Variante blieb auch der K.R.III. erhalten, mehr dazu im folgenden Bericht…

 

Mit dieser Dokumentation von grundlegenden Informationen für das Motorrad Victoria K.R.II. und vielen Bildern ist der Vorstellung genüge getan… Wer mehr Wissen über technische Details dieser Maschine erfahren möchte, den verweise ich auf den bereits erfolgten Bericht vom 18. JULI 2018 AUF DIESER Webseite, einfach zu finden über die „Suche“-Taste…

 

 

Victoria KR1 Motorrad in Bildern mit Kurzbeschreibung…

Liebe Leser meiner Webseite, in den folgenden Berichten werde ich nochmals auf die Anfänge des Motorradbaus ab ca. 1920 bei VICTORIA eingehen. Mit vielen, vielen  originalen Bildern und kurzen Beschreibungen dieser, ist nochmal ein Meilenstein gesetzt, der die verschiedenen Typen im Bereich der interessanten „Längsboxer“ und „Eintöpfe“ bis zum Ende der „Dreißiger Jahre“ dokumentiert…

Victoria K.R.i. (1919 beginnend):

Bemerkenswert ist, dass der erste Motor mit der Typenbezeichnung „M2B15“ bei der Firma BMW unter Leitung vom Konstrukteur Martin Stolle hergestellt wurde…

Martin Stolle

Die Victoria K.R.I. Modelle wurden auch mit Seitenwagen ausgerüstet…

Historische Bilder des Modell K.R.I. aus dem Vorkriegs-Bereich, die wahrscheinlich nicht mehr existieren :

Vorderrad-Gabel K.R.III. -Motor K.R.I.:Vorderrad-Gabel K.R.III. -Motor K.R.I.:

Einige Bilder Victoria K.R.I. , die noch existent sind:

Otto Koch auf der K.R.I. , er ist verstorben, aber das Motorrad ist noch da…

vor ca. 10 Jahren Oldie-Treffen Höchstadt…

Sammlerstück, Nähe Dresden…

Museumsmaschine…

Gert R. – Vogtland…

Wer weiteres Interesse an der Marke „VICTORIA K.R.I.“ hat, kann auch gerne auf dieser Webseite den Erst-Artikel mit weiteren technischen Details vom 18.Juli 2018 lesen… (bitte „Suche-Taste“ nutzen)…

 

 

Victoria – Dreiräder über die Jahre vom Original bis zum Unikat…

Im voran gegangenen Bericht habe ich das Dreirad der Zweirad-Union aus den Siebziger Jahren vorgestellt… Die Motorisierung mit dem FM38-Motor ist ein Unikat und wurde so bei Victoria, oder der Zweirad-Union nicht gefertigt…

Hier nochmal die Bilder:

Das Dreirad ohne den Motor gab es aber in Zweirad-Union…

Das folgende Bild zeigt ein Dreirad aus den „Fünfzigern“ mit einem Antriebs-Moped der Serie Vicky III, die eher für den Werksverkehr bestimmt waren:

Motorisierte Dreiräder sind bei Victoria kaum zu finden, bis auf eines, oder zwei aus längst vergangenen Zeiten – der sogenannte „Vorsteckwagen“ von 1904, die zwei Räder am Vorderteil hatten…

 

Hier eine Nachbildung in Form eines Modells im Maßstab 1:5

 Der Nachbau des Gefährtes von 1904 aus vielen originalen Teilen:

Werksfoto aus späteren Zeiten:

Diese Dreiräder wurden zur damaligen Zeit auch schon als Transport-Räder benutzt:

 Video – Kurzfassung vom Victoria-Vorsteckwagen:

Ab den Gründerjahren wurden immer wieder Dreiräder in Form von Fahrrädern bei vormals – Frankenburger & Ottenstein und dann bei Victoria gefertigt:

Die Fertigung in den ersten Betriebsräumen…