Victoria – Vicky II mit Motor FM 38 L im Rahmen…

Victoria Vicky II – Erstes Modell mit dem kleineren Tank in der sogenannten „Tropfenform“:
Beim neuen Modell Vicky II hat man den FM 38 L in ein neu konstruiertes Fahrgestell im unteren Rahmendreieck vor dem Tretlager angeordnet. Hier begann bei Victoria die Neue Mofa bzw. Moped-Ära.
Im folgenden Bild sieht man die Einbausituation des Motors mit der Trägerplatte, welche gleichzeitig auch als Kettenspanner diente:

Die folgenden Bilder zeigen ein Vicky II der ersten Variante mit dem kleinen Tank. Ein Kippständer -hinten- hatte man den Vorteil das Mofa auf dem Ständer an zu kicken. Die Antriebskette war jetzt auf der rechten Seite. Bei diesem restaurierten Modell war bereits eine spätere Drehstabfederung verbaut:

Die Drehstabfederung:

Studiobild von zwei Schönheiten:

Das Vicky I und das Vicky II auf einer gemeinsamen Werbung:
Hier noch mal das Vorgängermodell Vicky I als Anbaumotor:

Victoria Vicky II – zweites Modell mit größeren Benzintank:

Technische Daten:


Der Motoren-Prüfstand für FM 38 Motoren:

Restauriertes Vicky II:

Vicky II – Gebrauchsanleitung:


Victoria – Berg-Rad mit einer bis dato unbekannten Schutzblechfigur…

Victoria – Berg-Rad – eine kleine Sensation, entdeckt nach ca. 80 Jahren:

Wer kennt „Victoria Berg-Rad“ ? Bis dato war mir ein Berg-Rad von Victoria nicht bekannt. Weder ein Bild, noch ein Prospekt deutet darauf hin, dass ein solches Fahrrad existiert. Aber seht selbst:

Das Rad bot der Besitzer im Internet an. Durch einen Information von einen mir bekannten Sammler konnte ich das Berg-Rad erwerben. Es stammt aus dem Ost-Allgäu von der Oma des Besitzers, welche bereits vor 15 Jahren verstarb. Die 15 Jahre stand es in einem „Stadl“ (auf bayrisch), welcher dann abgerissen wurde, so kam das Rad zum Vorschein.

Das Rad wurde im Jahr 1938 (Stempelung F&S Radnabe) hergestellt. Es ist ein sehr leichtes Rad, auch der Wulst-Bereifung geschuldet, obwohl zu dieser Zeit eigentlich nur noch Drahtbereifung verwendet wurde. Sehr erstaunlich ist auch, dass die Linierung mit innen liegender Emaillierung bereits zu dieser Zeit verwendet wurde. Diese findet sich nach 75 Jahren Victoria, wie man auf dem nächsten Bild sieht, wieder:

Auf dem hinteren Schutzblech befindet sich das Victoria Emblem, wie es zu dieser Zeit auf Fahrrädern und auch Kleinmotorrädern verwendet wurde:

Am oberen Rahmenrohr direkt am Steuerkopf ist der Schriftzug des Patent-Drucklöt-Verfahren von Victoria im Original zu sehen:

Victoria Typenschild:

Die Rahmennummer:

Baujahr 1938.

Die bis dato unbekannte Schutzblechfigur:

An der Vorderseite ist das „VW“ deutlich zu erkennen.

Nochmal das Zeichen mit der Kennung „Victoria Werke AG“ auf dem Steuerkopf.

Hier nochmal die die fünf  bekannten Steuerkopfzeichen mit teils geringfügigen Abweichungen ab 1931 im Überblick:

Ca. 1932 „V“ mit geschwungenen Schweif nach hinten.

Ca. 1933 Die bekannte „Raute“ mit Victoria Engel.

Zum Jubiläum 1936 das „Geflügelte V-Zeichen“.

Ca. ab 1938 der Stehende Schweif, noch mit Ehrenkranz von 1936, zum Jubiläum.

Später dann eigentlich das gleiche Zeichen, jedoch ohne Ehrenkranz.

Ab den „Fünfziger-Jahren“ der Schweif endet wieder auf dem Schutzblech.

Folgend nun nochmal das sechste Zeichen aus dem Jahr 1938 belegt durch Berg-Rad – Fund:

Wahrscheinlich hat Victoria nur wenige dieser Räder auf den Markt gebracht. Der zweite Weltkrieg stand vor der Tür und man konnte sich außerhalb der Serie auf keine großen Neuheiten einlassen. Das belegt auch die Fortführung der Serie der 1936er Linie bis in die vierziger Jahre. Erst nach dem Krieg wurden neue Linien kreiert.

Das Berg-Rad: