Dampflokfahrt nach Chodov – Tschechische Republik im Oktober 2019…

Wir sind es gewohnt auf zwei oder drei Rädern unterwegs zu sein, aber auf einer Maschine mit 10 Rädern, also einer fahrenden nostalgischen Dampflok, fühlt sich das doch anders an…

Bahnhof Plauen in unserem Schönen Vogtland“

Die Reise ging am ins benachbarte Land nach Chodov einem Bierbrauerdorf:

Ein Teil der Mitfahrenden hatten das Ziel – Marienbad und wir fuhren weiter nach Chodov. Die Marienbader haben die Kultur gewählt und wir den Biergenuss mit Brauereibesichtigung, so verschieden ist das eben…

Nunn aber erst mal zu unserem gemeinsamen Beförderungsmittel , der Dampflok:

Das Dampfross ist hier hergestellt worden:

Nummer und Station.

Das mächtige Fahrgestell.

Lokführerstand.

Schwerstarbeit – Kohlen schaufeln…

Das Feuer brennt gewaltig…

Das ist wohl der wichtigste Wagen an der Lok:

Die Stimmung machte unsere Band, welche die ganze Fahrt mit an Bord war, hier am Zwischen-Stop dem Bahnhof Hof:

Gegen Mittag die Ankunft in Chodov:

Alle Mann und Frau zu Fuß zur Brauerei…

Ankunft – Brauerei:

Die Historie der Brauerei:

Aber nun hinein ins Vergnügen, denn der Appetit auf Essen und Trinken war bereits reichlich vorhanden.

Eingang zum Felsenkeller.

Bereits gut vorbereitet für ein paar hundert Gäste mit Schnitzel, Kartoffeln, Gemüse und Kraut und reichlich Bier ob dunkel oder hell waren alle gut drauf…

Anschließend gab es die Besichtigung der Brauerei:

Die Gerste wird im Keller vorbereitet…

Riesige Edelstahlbehälter für die „Maische“.

So sieht ein Sudkessel aus…

Man sehe und staune, an dem Brunnen im Hof kommt auf der einen Seite Wasser und auf der anderen Seite Bier über eine Leitung direkt aus der Brauerei:

Noch ein Ständchen zum Abschluss und wir treten die Heimreise an…

Nachdem die Feuerwehr von Chodov noch Wasser in den Tender gefüllt hat und der Schmiermaxe seine Arbeit verrichtet hat, ging die Fahrt wieder nach Hause:

Dieser Ausflug wird wohl allen Teilnehmern in schöner Erinnerung bleiben, zumal es ein sehr schöner Spätherbsttag war.

 

 

 

 

Motorrad – Victoria – Buch – das Standardwerk ein Gemeinschaftswerk…

Wer es noch nicht kennt und Interesse an unserer Motorrad-Marke „VICTORIA“ aus Nürnberg hat, sollte sich unserer umfassendes Gesamtwerk, welches in einer Gemeinschafts-Arbeit entstanden ist, unbedingt bestellen (Weihnachten steht vor der Tür!).

Nachdem es viele Jahre nur ein Victoria-Buch vom Autor Thomas Reinwald, einmal über den Podzun-Verlag, bzw. über den Verlag Kleine/Vennekate gab, entschlossen sich die Typenreferenten der Victoria-IG ein weitaus umfassenderes Werk in Szene zu setzen.

Auf dem Victoria-Treffen in Bad Dürkheim ( Ausrichter „Matze“) im Jahr 2014 fassten wir den Entschluss ein Fotobuch mit Archivmaterial von unserem passionierten Fotosammler Klaus Bächer ins Leben zu rufen. Bald ergab sich aber dann der Wunsch und der Wille natürlich umfassend über die Victoria Geschichte – die Fahrzeuge seien es Fahrräder, Motorräder oder Zubehör und natürlich die dazugehörigen Geschichten, zu schreiben. Der Rennsport wurde weg gelassen, das hätte den Rahmen gesprengt!

Gesagt, getan – bei einer sogenannten „Werkstattparty“, welche eigentlich für ein gemütliches Zusammensein der Referenten gedacht ist, wurde zwei Tage hart gearbeitet, diskutiert und Beschlüsse gefasst. Das Treffen war bei Gert Reiher in Treuen. Das Wochenende im Jahr 2014 war sozusagen die Taufe unseres Buches. Unser Manfred Sprenger, als Ersteller der Victoria-Jahreshefte, wer sonst, wurde als Koordinator die Federführung übertragen. Bei ihm liefen alle Fäden zusammen und das Werk entstand quasi auf seinem Rechner. Zielstellung zur Fertigstellung war ein Jahr… Gut Ding will Weile haben und man kann ein Buch mit 380 Seiten überstürzt auf die Beine stellen, zumal in der Zwischenzeit noch einige neue Erkenntnisse dazu kamen. Ich erinnere an den Katalog von 1910, welcher zufälliger Weise in meiner Nachbarstadt Plauen auftauchte…

In 18 Monaten war das Buch der Victori-IG fertiggestellt mit 18 Kapiteln. Das Inhaltsverzeichnis:

Einige Auszüge aus dem Buch:

Die Verfasser der einzelnen Berichte:

Besonderer Dank gilt den Freunden, die aus Ihren Archiven folgendes beigesteuert haben, um nur einige zu nennen:

  • Klaus Bächer und Willy von den Driesch für umfassende Fotos aus allen Epochen.
  • Norbert Verwohlt für den Pionierzeit Artikel.
  • Manfred Sprenger für umfassendes Material aus seinem Archiv.
  • Gert Reiher für Uralt-Fahrradkataloge aus seinem Archiv.

Das durchgehend farbige Werk mit 380 Seiten in der Größe 21 cm x 21 cm ist für den Preis von 59,00 EUR inkl. Versand erhältlich, solange der Vorrat reicht. Da das Buch nicht über den Buchhandel zu bekommen ist, folgende Anfragen über größere Stückzahlen usw. bei unserem Mitglied und Buchhalter:

Johannes Koch, Rossinistraße 21, 90455 Nürnberg. Tel. 09122-2447 oder E-mail: hans.koch@victoria-ig.de.

Weitere Informationen auch auf: info@victoria-ig.de.

Viel Freude beim lesen wünscht Euch, Gert Reiher…

 

 

 

 

Motorrad – Victoria – „Swing“ KR 21

Mit der KR 21 „Swing“ und dem voran gegangen „Peggy“-Roller brach eine neue Generation der Antriebstechnik bei Victoria hervor. Die neue Triebsatz-Schwinge welche hier in das erste  Motorrad eingebaut wurde kann man wirklich als kleine technische Revolution bezeichnen. Entwickler dieser neuartigen Schwinge war Norbert Riedel. Da der 200er Motor durch die Schwinge elastisch aufgehängt war konnte eine Fußschaltung praktisch nicht angewendet werden, also musste eine andere Lösung her. Die zweite für Victoria als bahnbrechende Neuerung war das die sogenannte Swing-Blitzschaltung. 

Nun aber der Reihe nach alle Infos zu den Neuerungen ob positiv oder negativ zu betrachten:

Rein äußerlich wirkte die „Swing“ als super modernes Motorrad mit seinem schräg gestellten Motor. Bestechend für das Auge des Betrachters der wunderschöne Tankspiegel, übergehend in die Verkleidungsbleche und oberhalb die formschöne Doppelsitzbank. Auch die Linierung an der Vordergabel mit dem roten Keil und der weißen Umrundung sieht wirklich toll aus:

Auf diesem Bild erkennt man die sogenannte Triebsatz-Schwinge recht gut.

Im unrestaurierten Zustand sieht die Maschine wie folgt aus:

Die Triebsatz-Schwinge mit 80 mm Federweg und der Federweg der vorderen Kurzschwinge mit 100 mm brachten der Swing den Beinamen das „Schwebende Motorrad“ ein.

Die Triebsatzschwinge:

Ohne seitliches Abdeckblech, Bild: Kleine/Vennekate/Reinwald.

Einblick in die Montagestraße der der KR 21 Swing:

Bild: Kleine/VennekateReinwald.

die Triebsatz-Schwingen-Fertigung:

Bild: Kleine/Vennekate/Reinwald.

Der technische Direktor Bauer präsentiert stolz das Gussteil der Triebsatz-Schwinge vor dem Werk:

Prospekt mit technischen Angaben:

Das elektromagnetische Ziehkeilgetriebe war wohl die absolut technische Neuerung ihrer Zeit:

Gesteuert wurde das Getriebe an der linken Lenkerhälfte über Schalter elektrisch und nicht wie üblich über einen Fußhebel, der meist auf der linken Fahrerseite angeordnet war. Links, mittig war die Leerlauftaste angeordnet und oben die Gänge im Uhrzeiger-Sinn. Die Schaltmethode war für den Ersttester und natürlich für den späteren Fahrer eine gewaltige Umstellung. Das es da Aussetzer und schlimmer auch Gangsalat gab war ja voraus zu sehen. Im schlimmsten Fall schoss der Zieh-Keil durch das Getriebe.

Das elektromagnetische Getriebe:

Swing KR 21 Prospekt:

In zwei Produktionsjahren (1956-1957) verkaufte Victoria so ca. 3500 Swing Motorräder. Dies konnte den Erwartungen nicht entsprechen. Da half auch nicht, das man sich an Geländefahrten beteiligte, welche auch nicht den gewünschten Erfolg für das Motorrad selber entsprach.

Werksfahrer Hans Best in flotter Pose mit der Swing:

Bilder: Kleine/Vennekate/Reinwald:

Tolle Bilder mit den Stollenreifen, schmalen Schutzblechen und hochgezogener Auspuffanlage, aber leider relativ erfolglos…

Weitere Prospekte:

Auszüge aus der Ersatzteilliste der „Swing“:

Früher Testbericht Motor Rundschau von 1955:

Die beiden Damen fühlen sich recht wohl auf der „Swing“:

Im nächsten Bericht wird die Victoria KR 21 „SWING“ nochmal ausführlich in extra Groß-Prospekt „Das schwebende Motorrad“ von der VICTORIA WERKE A.G. vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis der ersten hundert Beiträge:

 

 

 

Motorrad – Victoria – Peggy-Roller nur eine Kleinserie…

Bereits  im Jahr 1953 stellte Victoria auf der IFMA  einen Prototyp eines neuen Rollers vor, der: „Peggy-Roller“:

Vorserie – Bild: Kleine/Vennekate/Reinwald.

Vorgesehen war ein 200 ccm gebläsegekühlter Zweitakt-Motor mit einer Leistung von 10,3 PS, sollte eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h bringen. Der Rohrrahmen endet am Steuerkopf, welcher die Vorderradgabel mit der Kurzschwinge trägt. Stoßdämpfer waren jeweils nur auf einer Seite verbaut, die andere Seite war mit einer leeren Blechhülle versehen. Die Stoßdämpfer waren ölgedämpft, der hintere einstellbar für den Solo-und Soziusbetrieb. Die Antriebseinheit war die berühmte Triebsatzschwinge im Druckgussverfahren gefertigt vom Motor bis zum Kettenkasten. Das Gussmaterial besteht aus einer Aluminium-Silicium-Legierung.

Triebsatzschwinge – Peggy/Swing.

Die absolute Neuheit war das neu entwickelte elektromagnetische Ziehkeilgetriebe. Es wurde über eine Tastatur an der linken Lenkerseite betätigt. Damit fiel der Fußschalthebel weg. Der elektrische Anlasser war ebenfalls eine Neuheit am Peggy-Roller. Dieser war aber leider recht unzuverlässig, weil der Reibbelag und die Schwungscheibe nicht ordnungsgemäß aufeinander distanziert waren und sich Dellen bildeten.

Nach weiteren konstruktiven Mängeln bekam der Peggy-Roller nicht die erwartenden guten Noten und es blieb in der Folge bei gerade mal ca. 350 Modellen, die das Werk verließen.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Konstruktion des Peggy-Roller von dem Konstrukteur Norbert Riedel stammt. Just dieser Norbert Riedel, der ein paar Jahre vorher noch, im Allgäu, in Immenstadt die „Imme“ gebaut hat. Die „Imme“ war auch eine sehr eigenwillige Konstuktion.

Besonderes Merkmal – Einarm-Schwinge-Vordergabel.

Die Firma Victoria und Norbert Riedel arbeiteten schon in den Kriegsjahren zusammen. Victoria fertigte einen der sogenannten „Riedel-Anlasser“ für Flugzeugmotoren usw. Für diesen Anlasser gibt es später einen extra Bericht.

Links Norbert Riedel auf dem Peggy-Roller, rechts Direktor Prüssing von Victoria.

Verkaufsprospekte mit technischen Daten:

 

Das nächste Bild zeigt einen der wenigen originalen, neuwertigen „Peggy-Roller“ von unseren Victoriafreund Len Thesing (Bild Buch Victoria IG):

Zum Schluss noch ein Werbefoto aus dem Buch mit einem farblich – capriblauen Roller im Urzustand, der mit dieser Farbe nie gebaut wurde…

 

Inhaltsverzeichnis der ersten hundert Beiträge:

Motorrad – Rennveranstaltungen in den Staaten der frühen 1910er und 20er Jahre…

Das folgende Video zeigt Ihnen, wie in den USA in den Anfangsjahren des Motorsports auf normalen Pisten Rennen gefahren wurden. Mindestens 24 Städte in den USA hatten sogenannte „Board Tracks“ (runde oder ovale Strecken mit angeschrägten  Holzsteilwänden). Bis in die frühen Zwanziger Jahre stellten ca. hundert Firmen in den USA bereits Motorräder her. Die bekanntesten Firmen wie Harley Davidson und Indian waren natürlich die Vorreiter beim Rennsport.

Fazit: Zum Vergleich – Victoria – „auch andere Mütter haben schöne Töchter“ und die anderen Töchter haben mit dem Motorrad-Rennsport schon 10 Jahre eher begonnen…

Das Video – 11 Minuten und 32 Sekunden Rennsport und Motorrad-geschichte pur:

 

Motorrad – Victoria – Seitenwagen-Wehrmacht, Ende der Dreißiger Jahre, Reichswehr bis 1935…

Victoria – Seitenwagen Teil 4: 

Wehrmacht mit WH-Heer, WL-Luftwaffe, WM-Marine, sowie die Reichswehr:

Es begannen die Kriegsjahre und die volle Konzentration der führenden Motorrad-Produzenten lag im Bereich der Kriegsproduktion. Die zivile Produktion im Transport hat man drastisch eingeschränkt, fast alle Aktivitäten wurden aufgrund von Erlassen und Gesetzen der militärischen Notwendigkeit zugeführt. Die Reichsregierung beauftragte den Oberst Adolf von Schell 1938 die Produktion der Hersteller  zu ordnen  und zu optimieren. Das war voll auf die Kriegsvorbereitung zugeschnitten. Die Motorrad-Typen der ausgesuchten Hersteller hat man auf ein Minimum begrenzt. Es durften nur noch Motorräder für die Wehrmacht hergestellt werden,  zum Verkauf an Privatleute waren Schranken gesetzt und es gab ein regelrechtes Verbot dafür. Im Gegenteil,  es gab für private Besitzer eine Abgabe von Motorrädern und Autos, bzw. eine Beschlagnahme dieser Fahrzeuge an die Wehrmacht. Ein mancher Besitzer versteckte sein Fahrzeug oder zerlegte es in Einzelteile um sich so vor einer Herausgabe zu schützen.

Für die Seitenwagen-Maschinen wurden hauptsächlich die schweren 600er Vorkriegs-Bergmeister-Modelle eingesetzt. Die Pionier-Motorräder der 350er Klasse nahm man als Solomaschinen für den Militäreinsatz. Den größten Anteil der Beiwagenmotorräder verschlang wohl das Heer der Wehrmacht. Das Nummernschild mit WH, H steht für Heer ist wie auf den folgenden Bildern zu sehen, wie üblich auf dem vorderen Kotflügel:

Wehrmacht – WH für Heer:

Die Motorräder und Beiwagen wurden in einfachster Variante, ohne jeden Chromanteil und aufwendigen Linien, lediglich mit dunkelgrauer matten Farbe lackiert. Dies ermöglichte eine bessere Tarnung im Einsatz. Einzige Verzierung war das rautenförmige Tankemblem von Victoria. Wie man auf den nächsten Bildern erkennt, hat man auch Abdeckungen für Scheinwerfer eingesetzt:

Am Hinterrad war eine Halterung für Packtaschen vorgesehen, denn Stauraum wurde dringend benötigt wenn so ein Gespann mit drei Mann besetzt war:

Das Postkartenmotiv zeigt, dass die Motorräder mit Lenkertachometer ausgerüstet wurden. Die Geschwindigkeit dürfte nicht die große Rolle gespielt haben, aber die zurück gelegten Kilometer waren doch schon hilfreich in den Gebieten. Denn mit den dazu gehörigen Kartenmaterial konnte man dann abschätzen, wo man sich in etwa befand:

Weitere Aufnahmen der Heeres-Motorräder mit Beiwagen und anderen Fahrzeugen:

Im Vordergrund eine zivile Victoria.

Ziviles Motorrad

Das sieht schon eher wie der Volkssturm aus…

Müde vom Kampfeinsatz.

Die schwierigen Einsätze für unsere Victoria-Gespanne:

Wehrmacht WL für Luftwaffe:

Unbekannter Seitenwagen an zivilen Motorrad.

Ziviles Gespann-Fahrzeug.

Eine zivile Fahrmeister am Seitenwagen.

Wehrmacht WM für Marine:

Reichswehr für RW:

Vor der offiziellen Einführung der Wehrpflicht in Deutschland im Jahr 1935 waren die Streitkräfte in der sogenannten Reichswehr (RW) gebündelt. Ab 1935 ging dann die Reichswehr in die Wehrmacht über. In der Reichswehr gab es noch keine geordnete Typenwahl von Motorrädern und den dazu gehörigen Seitenwagen. Deshalb sieht auch alles wie ein zusammen gewürfelter Haufen aus, wie die folgenden Bilder belegen:

Halterung für MG am Beiwagen.

Hier mit LMG bewaffnet.

 

Victoria – Heute 2. Geburtstag unserer Victoria…

Ja man glaubt es kaum, aber heute ist die kleine Victoria schon zwei Jahre auf der Welt und wir gratulieren Dir recht herzlich. Man hofft, dass sie dem Hobby des Vaters frönt, aber seht selbst, es könnte so sein.

Auf Dreirad mit einem Jahr…

Auf Vorsteckwagen von 1904…

Auf Victoria KR 50 S…

Auf der „Swing“…

Im Beiwagen…

Die modernen Motorräder sind auch schon von Interesse…

Geschraubt wird natürlich auch schon…

Hier auf dem Laufrad mit ihrem stolzen Papa…

Vielen herzlichen Dank an die Leser unserer Webseite von Victoria, Romy und Gert Reiher.

Motorrad – Fahrrad – Victoria – Glasschilder, Wimpel, Abzeichen…

Hier im 4. Beitrag der Werbematerialien der Firma Victoria aus Nürnberg kann man außergewöhnliche Dinge wie die ganz seltenen Glasschilder entdecken:

Das Glasschild aus dem ersten Vierteljahrhundert als noch eine 19 vor der Zeitrechnung stand in der typischen victorianischen Rombus-Form:

Es wird nicht viele geben, die auf Grund der Zerbrechlichkeit die ca. 100 Jahre überlebt haben. Dieses seltene Glasschild gab es auch in einer ovalen Ausführung!

Im Motiv gleich, aber in der Ausführung und Material ganz anders, hat Victoria ein weiteres Rombus-Schild angeboten. Dieses Schild basiert vom Material auf einer Zelluloid -Stark-Folie mit Werbeeinleger umbördelt und vertackert:

Das Schild ist in seinem Hochglanz unübertroffen !

Das Zelluloidschild von der Rückseite:

Ebenfalls ein sehr seltenes Zelluloidschild von Victoria:

Beleuchtetes Doppel-Glasschild der Zweirad-Union:

Im folgenden Bild ziert das beleuchtete Glasschild ein alten Fahrradladen der Fünfziger Jahre:

Auch das gab es:

Eine seltene Fahne der Fünfziger Jahre vom „Sportwagen Typ Spatz“:

Tischfahnen Victoria:

Anstecknadeln, Broschen:

Älteste Ausführung !

Große Brosche.

Brosche, Anstecknadel in vielen Ausführungen.

Einige verschiedene Wimpel:

Motorrad – Victoria – mit den „Steib – Seitenwagen und den „Stoye“ – Seitenwagen ab 1930…

Victoria – Seitenwagen Teil 3:

Die bekannte Firma „Steib-Seitenwagen“ war in Nürnberg ansässig. Josef Steib gründete das Unternehmen 1913. Die Karosserie-Werkstatt war gut ausgestattet. Mit einer eigenen Sattlerei und Lackiererei war die Firma in der Lage an viele Motorradfirmen in den Zwanziger Jahren erfolgreich zu liefern. Selbstverständlich baute Steib auch die Fahrgestelle der Seitenwagen. Da Nürnberg die Hochburg der Motorrad-Industrie war lief das Geschäft blendend für den ansässigen Hersteller.

Hier das Flaggschiff, der Touren-Seitenwagen für vornehmlich die hubraumstarken Victoria-Modelle-KR 50/50S und die KR 6 Modelle:

Auf diesem Bild mit „Victoria-Werke“ Emblem:

Sehr beliebt war und ist auch heute noch der Halbsport-Seitenwagen eben falls für starke Modelle KR 50/50S, sowie die Fahrmeister KR 8/9:

Auch ein leichter Sport-Seitenwagen für die steuerfreien Modelle KR 35 und kleiner wurde von Victoria angeboten:

Hier nochmal ei Verkaufsprospekt von Victoria auch mit einem kleineren Lastenseitenwagen der Dreißiger Jahre:

Originale Bilder der vorher gehenden Prospekte:

Victoria Einsitzer-Tourenseitenwagen:

Natürlich hat man die Steib-Seitenwagen auch in andere Landesteile geliefert, wie z.B. nach Chemnitz zu Wanderer, hier an einer Acht-Ventiler Typ 708:

KR 6 – Gespann von Albert Frick.

Werbeprospekt Victoria Typ KR 8 Fahrmeister:

Restaurierte KR 8 Fahrmeister mit Steib-Halbsport-Seitenwagen:

Originale Bilder:

An einer Victoria KR 9.

Steib – Seitenwagen leichtes Modell an Victoria Motorrädern:

Im folgenden Bild sieht man eine Werksaufnahme mit einer Ein-Vergaser-Bergmeister V 35 in Sportausführung und Steib-Serien-Seitenwagen:

Verlag: Kleine/Vennekate/T. Reinwald.

Beim folgenden originalen Bild sieht man bereits den Tourenbeiwagen mit einer Sicke am Boot, die eine Verstärkung gegen größere Dellen bewirken soll. Erstens gab es mehr Stabilität, gerade mal an den stärkeren Bergmeister-Maschinen der Dreißiger Jahre und auch im vorgriff auf die nahende Kriegsproduktion. So konnten Fahrten im Gelände besser abgefedert werden und es kam nicht so schnell zu etwaigen Verwerfungen:

Auf den Bildern sieht man die eingearbeitete Sicke sehr deutlich:

Weitere Einzelheiten folgen im Nächsten Beitrag – die „WH“ und „RW“.

Ab dem Jahr 1933 gab es eine Zusammenarbeit mit der Firma „Stoye“ aus Leipzig. Hier bediente sich Victoria im leichteren Beiwagen-Segment. Diese Sport-Seitenwagen verwendete man für die steuerfreien Motorräder bzw. auch für die KR 35. Ab dem Jahr 1936 hat Victoria für Gelände-Wettbewerbsmaschinen speziell von Stoye entwickelte Seitenwagen eingesetzt mit der Modellbezeichnung KS-Gelände-Wettbewerbs-Seitenwagen. Die Firma Stoye entwickelte sich neben Steib zum bedeutendsten Seitenwagenhersteller dieser Zeit. Stoye baute Seitenwagen bis zum Ende der DDR-Ära und wurde 1990 abgewickelt.

Firma Stoye – Logo.

Originale Bilder an Victoria:

Victoria-Fahrmeister.

Wie bereits erwähnt hat die Firma Stoye aus Leipzig bis zum Ende der DDR-Zeit weiterhin Seitenwagen hergestellt. Die bekanntesten waren der Stoye 1 und Stoye 2. Es folgen Bilder vom Stoye 1 an einer MZ BK 350 mit Zweitakt-Boxer-Motor:

Gert Reiher, 2005 mit Enkel Chris.

Inhaltsverzeichnis der ersten hundert Beiträge: