DDR – von Trabant bis Wartburg…

Wie heißt es so schön ? – „nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern“…

Mit bedauern musste ich aus der „Freien Presse“ erfahren, dass Winfried Sonntag aus Zwickau mit 96 Jahren verstorben ist.

Der Zwickauer „Trabi-Träumer“ Winfried Sonntag war in seiner aktivsten Zeit Generaldirektor aller Fahrzeugbau-Betriebe in der DDR. Er war Herr über 105.000 Mitarbeiter, die Trabanten und Wartburgs, Simson-Mopeds, Fahrräder, bis hinzu kleine und größere LKW bauten.

Unter seiner Leitung entstanden in der DDR 13 Prototypen, bis hin zum VW-Golf, die allesamt vom Politbüro abgelehnt wurden… Die DDR Mangelwirtschaft und fehlende Devisen verhinderten ein Vorwärtskommen im Automobilbau in der DDR. Das Tiefziehblech aus der Sowjetunion war nicht brauchbar, deshalb der Papp-Trabant usw. und so fort…

Winfried Sonntag – ein Chef, der nichts durfte:

10 serienreife Prototypen durften nie gebaut werden, es folgte vom Politbüro stets die Anweisung, diese zu vernichten… einige konnten trotzdem der Presse entkommen und stehen heute im „Horch-Museum“ in Zwickau:

Der Auszug aus der „Freien Presse“ vom Samstag dem 23. Januar 2021…

Die Entwürfe entstanden unter Regie von Winfried Sonntag:

Ich war besonders betroffen – vom Ableben des Winfried Sonntag, da ich das Glück hatte ihn, als Gast (1998) in meinen Räumen empfangen zu haben. Er hielt bei unseren Stammtisch- Freunden einen Vortrag über die Zeit, als er Generaldirektor in der DDR war. Er war immer noch voller Begeisterung über sein Schaffen und traurig über die nie gebauten Fahrzeuge…

Quelle: Freie Presse, Verlag und Redaktion 09111 Chemnitz vom 23.01.2021; Bernd Czekalla Ingenieur und Mitglied im Förderverein des Horch-Museums.

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