DKW – Rennwagen Sonderausstellung 3. Teil, Sächsisches Fahrzeugmuseum Chemnitz…

Hier nochmal die Einladung ins Sächsische Fahrzeugmuseum Chemnitz zur Sonderausstellung 90 – Jahre DKW – Rennwagen…

Auszug aus der Broschüre – Sonderausstellung 90-Jahre DKW-Rennwagen.

Die neuen IFA F 9:

Bereits 1939 fuhren die ersten Prototypen des DKW F 9, 9- bedeutet 900 ccm – Dreizylinder-Motor. Diese Fahrzeuge waren ohne Holz, also mit einer komplrtten Blechkarosserie und Vorderradantrieb ausgestattet. 1940 sollte Baubeginn sein, aber der Major Schell, gleichnamig mit dem Schellplan verhinderte dieses Vorhaben. Nachdem der Krieg beendet war und Jahre später die die erste zarten Pflänzchen wieder sprießten und die ersten F 9 zum Renneinsatz kamen, waren die Gedanken bei einem umfassenden Einsatz dieser Rennfahrzeuge. Mit Genehmigung des IFA-Direktors wurden verkürzte Fahrgestelle produziert. Es entstanden unter schwierigen Bedingungen zwei unterschiedliche Rennkarossen. Eine wurde in Pontonform und die andere mit freistehenden Rädern ausgeführt. Im Rennbetrieb erwies sich der Wagen mit Pontonkarosse als der schnellere. Er wurde von Helmut Richter gefahren. Beide Rennwagen wurden auf Pontonkarossen umgebaut. Trotz aller Verbesserung der Wagen blieb der große Durchbruch aus. Einer der beiden Rennwagen blieb erhalten:

Teilweise Umbauten, z.B. auf Coupe und motormäßig auf Wartburg, welcher ja der Nachfolger vom F 9 ist konnten dem einzigartigen Rennwagen sein besonderes Flair nicht nehmen.

Technische Daten:

Framo „Stromer“:

Der kleine dreirädrige Framo „Stromer“ durfte steuerfrei und ohne Führerschein aufgrund seiner geringen Leistung und 200 ccm gefahren werden. Da dieses Fahrzeug eine Art „Volkswagen“ werden sollte waren viele Details in Richtung – preiswerte Ausführung konstruiert. Es wurden nur knapp 700 Einheiten gebaut, des halb sind sie heute sehr rar:

Dieser Stromer hat einen 600 ccm Zweizylindermotor mit Wasserkühlung und einer Leistung von 18 PS. von dieser Variante wurden nur drei Stück gebaut.

Cockpit – sehr spartanisch eingerichtet…

Das Prospekt:

Der Motor:

Aber warum ist ein solches Gefährt Bestandteil einer Rennwagenausstellung ? – weil der Stromer Rekorde auf seine Weise aufstellte, lest weiter:

Der DKW-Chef Rasmussen wusste aus der Erfahrung mit seinen DKW-Motorrädern, dass sich spektakuläre sportliche Erfolge Erfolge leicht in hohe Umsatzzahlen ummünzen lassen. So setzte er einige der Framo-PKW bei publikwirksamen Langstreckenfahrten ein. Eine derartige Veranstaltung wurde speziell zur Präsentation des Kleins-PKw auf der Berliner AVUS-rennstrecke durchgeführt. Ende Mai 1933 wurde zu diesem Zweck ein Dreirad-Stromer 300 Stunden auf der AVUS hin und her gepeitscht, wofür sich drei Fahrer ablösten. Dabei wurden 14 000 KM gefahren, wobei der Verbrauch bei durchschnittlich 5 Liter pro 100 Kilometer lag. Nach dieser fast Non-Stop-Fahrt übernahm der Motorjournalist H.W. Bönsch das Fahrzeug und fuhr mit seiner Frau nach England zur Tourist-Trophy und zurück. Derartig sportlich ambitionierte Fahrten ließen sich in der Presse gut verwerten. Eine von den damals neuen Machthabern in Deutschland besonders hochgespielte motorsportliche Veranstaltung war die „2000 KM-Deutschlandfahrt“ 1933 im Juli nahmen daran auch zwei „Stromer“ mit 600er Motoren teil. Sie fuhren eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit als für ihre Klasse erechnet. Einin der Presse mit viel Aufmerksamkeit beachtetes, motorsportliches Kräftemessen war der 1. ADAC Kleinsfahrzeug-Wettbewerb im August 1933, zu dem die Hainichener Firma vier „Stromer“ und drei Lastendreiräder auf eine 200 km-Strecke in der Nähe von Stuttgart schickte. Alle ereichten unbeschadet das Ziel und die „Stromer“ damit auch den beabsichtigten sportlichen Werbeerfolg.

Ja was ist denn dass ???

Der nie gebaute DKW – Sportwagen, der DKW F 9 – Sportwagen:

Dieser F 9 Sportwagen entsteht jetzt nach ca. 80 Jahren in der Garage von Frieder Bach. Für das Fahrzeug existiert lediglich eine Zeichnung, die Frieder Bach und Museumsleiter Dirk Schmerschneider in Archiven gefunden hat:

Nach diesem Bild baut Frieder Bach den Sportwagen nach.

Die Geschichte:

Die geplante Fernfahrt Berlin – Rom 1939 fand aus Gründen des Kriegsbeginns nie statt. Vermutlich wurde der Sportwagen aus diesen Gründen nie gebaut. Es sollte eine Langstreckenfahrt werden, bei der es nicht um Höchstgeschwindigkeiten ging. Auch beim Nachbau geht es nicht um Rekorde, aber es soll ja auch keine Jahre dauern. Der schwierigste Part ist die komplizierte Aluminium-Karosserie mit ihren geschwungen Bestandteilen. Aber glücklicherweise kam Hilfe vom Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU). Als Demonstrationsobjekt für deren Technologie entstanden die Blechteile für Sportwagenkarosserien. Somit kam Frieder Bach schnell und kostengünstig zu den Teilen. Das zweite Modell, genannt „Silberhummel“ dient der IWU als Demonstrationsmodell. Weitere Teile wie Motor, Getriebe und einiges mehr ist aus Beständen verfügbar… Frider Bach plant, dass der Sportwagen bis April 2020 fertig wird und mit in die Sonderausstellung im Museum wandert. Danach wird er sicherlich bei Oldtimerveranstaltungen zu sehen sein…

Frieder Bach in der Werkstatt beim restaurieren des Sportwagen F 9.( Bilder Freie Presse vom 13.Februar 2020).

 

Noch ein brisantes Thema – E-Mobilität, Wasserstoff – Brennstoffzelle ?

Nachhaltigkeit, Ressourcenknappheit und Umweltverträglichkeit – vor diesen Herausforderungen steht die Automobilindustrie – Konzepte werden gesucht !

Für interessierte Besucher der Sonderausstellung, ist als Dauerausstellung der erste Wartburg mit Wasserstoffantrieb zu sehen, ein Novum zu dieser Zeit. Es ist beachtlich wie man sich in der damaligen DDR doch schon mit modernen Antriebsmöglichkeiten beschäftigt hat – hätte man es mal weiter entwickelt, dann wären wir bestimmt schon Nasenlängen voraus…

 

Wartburg – „Prototyp eines Turbinenantriebs !“ DDR-Modell des ersten Wasserstoff-Autos 1979 mit 120 PS und 16000 U/min. Entwickelt und gebaut von Dr. Glaubrecht, Torgau.

Auszug aus Ausstellungskatalog für Sächsische Fahrzeuge…

Mit dem folgenden Foto beenden wir die Werbung für die Sonderausstellung im Sächsischen Fahrzeugmuseum:

 

Betr. 3 Beiträge dieser Webseite – Werbung Sonderausstellung im Sächsischen Fahrzeugmuseum. Es wurden Auszüge und Bilder der Broschüre des Museums für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V. vom Autor Frieder Bach verendet.

Broschüre vom Museum, dort für 8.-EUR zu erwerben:

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.