Bei sengender Sommer-Hitze, hier ein paar Bilder vom heutigen Oldtimer-Treffen in Pfaffengrün:
Die D-Rad begeisterten waren auch dabei…
Das Dörfchen Pfaffengrün war auch schon zweimal Ausrichter für unser Victoria-Treffen im Jahr 2008 und 2018…
Nach der Ära der englischen Import-Motoren ging Victoria bis zum Ende des Jahrzehnts, also bis ca.1940 verschiedene Wege der Motorisierung im Bereich der Hubräume 350 ccm… Folgend die B/G – Modelle 1935-1936, konstruiert vom aus Österreich stammenden Hans Lackler:
Modell G – mit hochgelegter Auspuffanlage.
Modell B – mit herkömmlicher Auspuffanlage.
Modell „G“. Der Motor ist als seitengesteuerter 350 ccm vom Ingenieur Hans Lackler, stammend aus Wien, konstruiert worden, man bot Sie als durchzugsstarke Autobahnmaschine, mit Ihren 13 PS an.
Die neue Form des Zylinders und des Zylinderkopfes ist sehr wuchtig ausgefallen und man könnte meinen es ist ein OHV-Modell. Die großflächige und zahlreiche Verrippung hatte natürlich einen guten Kühlungseffekt. Manche Betrachter haben anfangs den Motor mit einem Zweitaktmodell verwechselt. In der ersten Serie 1935 wurde nur ein B-Modell vorgestellt, mit einem zusätzlichen Geländemodell, aus dem danach die G, wie Geländesport wurde. Originale Bilder: Restauriertes G-Modell:
Die Luftwaffe des Dritten Reiches war eine der drei Streitkräfte neben dem Heer und der Marine. Die Luftwaffe wurde ebenfalls wie die anderen Streitkräfte ab 1935 – 1945 dem Oberbefehl von Adolf Hitler unterstellt. Der Kommando-Standort war das Reichsluftfahrtsministerium in Berlin. Der Befehlshaber, Hermann Göring, war bis 1945 Chef der Luftwaffe und wurde gegen Ende von Robert Ritter von Greim abgelöst. Im Jahr 1939 hatten die Luftstreitkräfte eine Größenordnung der Mannschaftsstärke von ca. 400 000 Soldaten. der Flugzeugbestand – insgesamt lag im Jahr 1939 bei ca. 4300, im Jahr 1943 der Höchststand mit ca. 7100 Maschinen und im Jahr 1945 verblieben noch ca. 4700 Flugzeuge…
Symbol der Luftwaffe:
Heute stellen wir die „Kriegs-Marine“ mit dem Kürzel „WM“ vor:
Wenn auch für die Seestreitkräfte Motorräder nicht das Non + Ultra waren, soll nicht unerwähnt bleiben, das im Norden doch für Zulieferungen und Depots diese auch gebraucht wurden…
Die Seestreitkräfte der Deutschen Wehrmacht wurden ab 1935 offiziell als „Kriegsmarine“ bezeichnet, vorher gab es die Bezeichnung „Reichsmarine“, dies diente zur Abgrenzung der „Handelsmarine“. Wie auch das Deutsche Heer und die Deutsche Luftwaffe war die Kriegsmarine von 1935-1945 aktiv. Sitz des Oberkommandos war das Shell-Haus in Berlin. Oberbefehlshaber bis 1943 war Erich Raeder, ab 1943-45 dann Karl Dönitz. Anfang der vierziger Jahre war die Mannschaftsstärke zwar auf ca. 80 000 Mann angestiegen, konnte aber mit den Alliierten nicht mithalten. Nach anfänglichen Erfolgen gegen die englische Handelsflotte, gab es viele Rückschläge, wie zu Beispiel die Versenkung des Panzerschiffs „Admiral von Spee“. So konzentrierte man sich auf die U-Boot-Flotte, die wiederum auch keinen durchschlagenden Erfolg hatte. Viele Boote wurden von Gegner mittels neuartigen „Radar“ versenkt, allein Jahr 1943 waren es über 200 Boote.
Unterseeboot U 995 vom Typ VIIC (Quelle Wikipedia).
Im großen und ganzen war, wie bereits erwähnt, die Kriegsmarine kein durchschlagender Erfolg für die Streitkräfte. Man kann aber sagen, sie beschäftigte den Gegner trotzdem stark und der Gegner musste dadurch weitere Aktivitäten zurück drehen.
Im Anschluss noch ein paar Bilder aus dem Kreis Pinneberg, wo auch Motorräder unserer Marke „Victoria“ stationiert waren, unter der Kennzeichnung für Pinneberg:
Die nächsten drei Berichte befassen sich mit den Streitkräften zu Land, zu Wasser und in der Luft, die mit unseren Motorrädern von Victoria im direkten Zusammenhang standen… Viele Bilder dokumentieren das Geschehen dieser Zeit:
Das deutsche Heer umfasste die größte Anzahl der Streitkräfte im Deutschen Reich (Kürzel: WH).
Das Erkennungszeichen des Deutschen Heeres war folgendes Balkenzeichen:
Neben dieser größten Einheit gab es zu Wasser die Kriegsmarine, zu Luft die Luftwaffe. (Kürzel WM und WL). Als weitere Einheiten ist die berüchtigte Waffen-SS und der Volkssturm zu erwähnen. Diese Einheiten der Kriegsmaschinerie existierten in ihrer Gesamtheit 10 Jahre von 1935-1945. Das Oberkommando des Heeres wurde 1935 geschaffen und befand sich in Wünsdorf bei Zossen. Oberster Befehlshaber des Heeres (OKH) und der folgenden Einheiten war Adolf Hitler. Diese Befehlsgewalt galt für die Wehrmacht (OKW), die Marine (OKM) und die Luftwaffe (OKL).
Stolz zu präsentieren – originale Bilder unserer Victorias unter der Flagge der Wehrmacht (WH), hauptsächlich die Modelle der „Bergmeister“ Zweizylindermaschinen:
Zum Abschluss noch zwei Aufnahmen des Einzylinder-Modells „Pionier KR 35“, wo die Bilder wirklich sehr rar sind:
Später erscheint ein Bericht mit der speziellen „Pionier“ der späten 30er Jahre mit vielen Detail-treuen Aufnahmen…
Ja, auch am Himmelsfahrt-Tag sind viele unterwegs… – wir auch – eine kleine Reise zum Fichtelberg-Oldtimer-Museum und zum nahe gelegenen Fichtel-See. Aber seht selbst:
Am Eingang – ein Hubschrauber auf einem Sockel…
Bilder vom kleinen, beschaulichen Museum:
Natürlich auch Victoria – Motorräder:
Auch einige Motorräder aus der DDR-Produktion:
Viele Autos, hier ein Adler-Trumpf, Traktoren und alte Werkstatt:
Ich durfte auch die 350er BK wieder finden, wie ich sie selber mal besaß:
Für Kaffee und Speisen ist im Museum-Cafe auch gesorgt:
Die Kleinen kommen auch nicht zu kurz auf dem Spielplatz:
Noch zwei-drei Bilder vom nahe liegenden Fichtel-See:
Alles in allen – ein schöner Ausflug am heutigen Feiertag, den wir nur weiter empfehlen können…
Bereits kurze Zeit später hat Victoria die Bergmeister mit zwei Vergasern ausgerüstet, welche der Leistung förderlich waren…
Die nächsten Bilder zeigen Victoria-Bergmeister mit einer Zwei-Vergaser-Anlage, siehe Vergaser direkt am Zylinder-Eingang im Einsatz einer Rennveranstaltung:
Eine der wenigen „Bergmeister-Zwei-Vergaser-Motorräder“ die es noch gibt:
Victoria KR6 Bergmeister 1935 mit zusammen geführter Auspuffanlage zu einem Endschalldämpfer:
Einige originale Aufnahmen aus der „Bergmeister“ – Zeit:
Victoria – Bergmeister – Plakat (70×50 cm):
In diesem Bericht wird die neue überarbeitete Victoria „Bergmeister“ ab dem Jahr 1932 vorgestellt, eingehend damit, ist eine neue Linie in der im Design und technischen Details ständigen Veränderungen, auch im Motorbereich von offener bis zu geschlossener Ventiltechnik ab 1932-1938 in den folgenden Berichten beschrieben…
Weitere Änderungen in Stichpunkten:
Diese Luxusvariante bestach durch sein sportliches Design, wenn gleich in Sachen Leistungssteigerung keine Änderungen vorgenommen wurden.
Werbebroschüre „Sparen“ soll zum Erfolg führen…
Die handelsübliche Ein-Vergaser-Anlage….
„Deutschland-Fahrt 1933“
In dem Jahr 1839 wurde die Eisenbahn-Fernverbindung von Leipzig nach Dresden eröffnet. Dabei entstand von Leipzig nach Hof die bedeutende Nord-Süd-Verbindung. Überdimensionale Herausforderungen waren an die Ingenieure in diesem Zusammenhang gestellt. Es musste das Göltzschtal und das Elstertal überbrückt werden. Göltzschtalbrücke – Elstertalbrücke, wobei die erstere – genannte in diesem Bericht vornehmlich als „Grande Dame“ beschreibt und bebildert wird…
Diese Brücken wurden von 1846 bis zur Übergabe am15. Juli 1851 errichtet. Über die Erbauung und deren Geschichte gibt es ein Buch (19,99 EUR) von dem Reichenbacher Brücken-Fan und Autor Gero Fehlhauer. ISBN-Nummer: 978-3-86680-826-3.
Natürlich sehe ich als Motorrad-Fan alter Motorräder, hauptsächlich die Marke „VICTORIA“ aus Nürnberg, mit der Göltzschtalbrücke in diesem Zusammenhang… Der Gero Fehlhauer ist der Anhänger der ebenfalls Nürnberger Firma „TRIUMPH“-Motorräder, deshalb auch das folgende Bild vom Monat Mai 1933:
Ist das nicht eine Aufnahme aus dieser Zeit, die Ihres gleiches sucht ? – vor allem mit dem Hintergrund der Göltzschtalbrücke…
Der Gero hat kürzlich über die Marke „Triumph“ auch Aufnahmen bei uns in der örtlichen Freien Presse veröffentlichet, die ich Euch nicht vorenthalten wollte:
Vor einigen Jahren. also im Jahr 2008 und 2018 fand das Victoria-Treffen in Pfaffengrün bei Treuen stand – natürlich war die Göltzschtalbrücke bei Mylau immer Anlaufpunkt bei der Ausfahrt:
Einige Bilder von anderen Zweirädern vor der Brücke:
Meine Tochter mit dem Vornamen „Victoria“ vor der Göltzschtalbrücke:
Zum Abschluss ein originales Foto von Gero Fehlhauser mit einem originalen Motorrad aus längst vergangenen Zeiten:
Der neue KR 9 Motor mit ebenfalls 500 ccm ist auch ein Zweizylinder Modell mit schräg gestellter Zylinderanordnung. Die wesentliche Änderung für eine verbesserte Kühlung sind die von sich getrennten Zylinder und die neue Ventilsteuerung. Der Motor war bisher ein mit Seitenventilen gesteuertes Aggregat, wo die Ventile (2x Einlass und 2x Auslass) im hinteren Bereich angeordnet waren (KR 8). Das war sehr ungünstig für die Wärmeabführung und verursachte die Überhitzungen für Motor, Vergaser usw. Beim KR 9 Motor wurden die Auslassventile über Kipphebel und Stoßstangen als kopfgesteuerte Ventile am Vorderteil des Motors angeordnet. die Auslassventile waren nun dem Fahrtwind direkt ausgesetzt und es war die perfekte Kühlung gewährleistet. Die Ansaugventile lagen weiterhin im rückwärtigen Bereich, hatten aber wesentlich mehr Platz zur Verfügung, was sich natürlich auch positiv für die Wärmebilanz des Motors auswirkte. Das Getriebe und der Antrieb wurden beibehalten mit der bewährten Kettentechnik im an geblockten Zustand. Der Motor wurde 1936 auf der Berliner Autoschau vorgestellt:
Victoria KR 9 Motor mit Wechselsteuerung (EOI=exhaust over inlet).
Restaurierter KR 9 – Motor.
Das Hauptaugenmerk der neuen Victoria KR 9 lag im wesentlichen im Motorbereich, wobei für die neue Maschine auch noch eine verbesserte Vorderradgabel eingebaut wurde. Die Gabel hat eine Druckfeder und zwei Zugfedern im Gegensatz zur KR 8, welche mit zwei Druckfedern ausgerüstet war. Mit der neuen Vordergabel ist ein verbessertes Fahrverhalten, sowie eine komfortablere Abfederung erreicht worden.
Bevor man diese neue Vordergabel einführte, probte man eine Gabel mit einem nach heutigen Maßstäben – modernen Stoßdämpfer. Das nächste originale Werksfoto zeigt diese moderne Variante, welche aber nicht zum Einsatz kam, wahrscheinlich litt die Entwicklung unter Zeitdruck:
Victoria KR 9, aus der Sammlung von Wastl Niedermeier aus Bogen (Bayern):
Das Ergebnis nach der Restauration:
Victoria KR 9 – Museum Augustusburg/Sachsen.
Weitere Bilder aus Museen:
Ja, die Victoria KR9 Fahrmeister hat auch den Großglockner erklommen:
Abschlussfoto Victoria KR8 und KR 9 zusammen vereint: