Eine Vielzahl von Fahrrädern wurde im Katalog von 1910 vorgestellt, die folgenden Räder wurden ab 1908 hergestellt :

Victoria 0 – Kräftiges Herrenrad mit 15kg Gewicht, gab es auch als Knabenrad.
Victoria 00 – Solides Damenrad mit 14,5kg Gewicht, auch als Mädchenrad.
Victoria 6 – Elegantes Tourenrad.
Victoria 4 – Extra leichter Halbrenner mit 11,5kg Gewicht. Man beachte das vergrößerte Kettenblatt.
Victoria 3 – Extra leichtes Tourenrad.
Victoria 2 – Luxus – Tourenrad.
Victoria 1 – Leichter Renner, genannt „Flieger“ aus dem Jahr 1909.
Eines der ersten Blechschilder mit einem „Leichten Renner“.
Victoria 9 – Feines Damenrad vom März 1909. Schöner Celluloid Kettenschutz.
Victoria 7 – Luxus – Damenrad. Mit geschlossenen Kettenschutz.
Victoria 10 – Militärrad mit 15,5kg Gewicht und der übliche Ausstattung.
Im Jahre 1908 wurden über 1200 Militärräder an die deutsche Armee ausgeliefert !
Victoria EH – Feines englisches Tourenrad.
Hier ein hochfeines englisches Fahrrad im Originalzustand. Diese Räder wurden ab 1909 gebaut und waren bis Ende der Zwanziger Jahre im Programm. Man beachte die Stangen zur Hinterradbremse nach System „Bowden“.
Victoria ER – Feiner englischer Halbrenner mit 13kg.
Victoria ED – Feines englisches Damenrad aus dem Jahr 1909.

Hier 2 Bilder eines solchen Rades im Originalzustand. Die englische Form wurde, wie es schon aussagt, den englischen Räder in Stil und Form nach empfunden. Man sieht auch die Bremsstangen zur Übertragung der Bremswirkung sehr deutlich, welche durch ein Bowdensystem am Rad die Geschwindigkeit verzögern.
Victoria S – Saalfahrmaschine, genau nach den Vorschriften des D.R.B.
Darstellung der einzelnen Teile der Räder auf 2 Tafeln.
Die nächsten Bilder zeigen eine Vielzahl von Geschäftsrädern, welche in dieser Zeit sich großer Beliebtheit erfreuten. Sie lagen in einer Preisspanne von Mk. 160 – Mk. 360.
Victoria 12 – Geschäftszweirad.
Victoria 13 – Transport – Dreirad. Kasten vor dem Sitz für leichte Lasten.
Victoria 15 – Transport – Dreirad mit Kasten. Wenn man den Werbeschriftzug folgt, weiß man, wo die Firma Victoria so überall hin geliefert hat.
Victoria 19 – Transport – Dreirad für die Gewehrfabrik Spandau.
Victoria 20 – Transport – Dreirad für die Betriebseigene Fiale in Berlin.
Victoria – Modell 1910. Auf Anforderung konnte man einen speziellen Katalog für Motorräder anfordern. Leider ist bis heute keiner aufgetaucht.
Victoria – Motor – Gepäckwagen.
- Gepresster Stahlrahmen
- Zweizylinder, ca. 8-10 PS vertikaler Benzinmotor, Wasserkühler, Spritzvergaser.
- Staubdichter Kardanantrieb.
- Wechselgetriebe 3 Geschwindigkeiten vorwärts und Rückwärtsgang.
- eine Fußbremse und ein paar Handhebel Innenbremsen.
- Lenkung von der Steuersäule mit Drossel und Zündhebel.
- Laufräder aus Holz mit Stahlfelge 710×90 mm.
- Geschwindigkeit 35km/h auf ebener trockener Straße.
- Benzinvorrat 35 Liter.
- Tragfähigkeit max. 350 – 400 Kilo.
Auch für die Victoria Autos konnte man einen gesonderten Katalog anfordern. Es ist auch leider keiner bekannt.
Die Kameraden – Für Kaiser – König – Vaterland, 1911 – 1913.


























































































Die ersten Anzeigen in den Fachzeitschriften erschienen logischerweise etwas später, aber verdeutlichten, dass Victoria gewillt war den Motorradbau voran zu treiben.
Das allererste Motorrad von Victoria.
Das erste Motorrad vom neuen Jahrhundert, welches noch vorhanden ist in diesem schönen Altzustand.
Der gut erhaltene Fafnir – Motor mit der Nummer 1896 in den Fafnirwerken in Aachen hergestellt und wurde von den Victoriawerken bevorzugt eingebaut. 


Das bekannteste Motorrad aus dem Jahr 1906 befindet sich im Museum für Industriekultur in Nürnberg, der Gründerstadt der Firma Victoria.
Die Restauration ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber in der Nähe von Berlin, in einem Museum steht auch noch ein Modell aus dieser Zeit.
Die originalen Teile wurden nach Angabe des Händlers als Victoria – Vorsteckwagen in Russland erworben und ihre Reise erfolgte über Polen nach Deutschland. Wer vermag zu behaupten, so ein Fahrzeug sei ein Modell aus einer anderen Republik oder gar ein Modell eines anderen Herstellers, der sollte den Beweis antreten, aber wie ? Da liegt ein gutes Jahrhundert dazwischen und diese Modelle ähnelten sich sehr. Allen Unkenrufen, die nach Fertigstellen des Victoria – Vorsteckwagens kamen, sei gesagt, dass der Erbauer hat nach besten Wissen und Gewissen gehandelt und mit dem Wagen ein zeitgemäßes Relikt im fahrbaren Zustand wieder Erstehen lies, zur Freude vieler Betrachter.
Teilweiser Zusammenbau des Vorsteckwagens mit Blick auf das erwähnte vorgelegte Zweigang – Planetengetriebe.






In der illustrierten Zeitschrift – Motorradfahrer von 1903 wurde der Fafnir Motor von 1904 vorgestellt :
Auch Minerva Motoren wurden von Victoria verwendet, dieser Motor stammt auch aus dem Jahr 1904.


„Kaiser-Franz Josef-Gedächtnisfahrt“ Bad Ischl 2018:
Vater mit Tochter:




In den letzten Jahren bis 1910 ist es dann still geworden mit der Motorradproduktion bei Victoria. Die richtige Massenproduktion begann dann erst wieder um 1920, bis dahin erhalten Sie aber noch viele Informationen im Fahrradbereich. Der nächste Bericht beginnt dann mit Katalog 1904 und Rädern aus dieser Zeit.




































































































